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Oberharthausen - Einführung und Grußwort des Bürgermeisters

 
 
 
Oberharthausen
 
 
  

Grußwort des Bürgermeisters
 

Liebe Besucherinnen und Besucher der Internet-Seite der Dorfgemeinschaft Oberharthausen,

es freut mich, als Bürgermeister der Stadt Geiselhöring, dass auch die Ortschaft Oberharthausen, ein Ortsteil unserer Stadt, mit einer eigenen Informationsplattform im Internet vertreten ist.

Vielen Dank für Ihr Interesse an Oberharthausen und für Ihren Besuch auf der Internet-Seite.

Neben geschichtlichen Informationen zur Historie des Ortes und der ehemals selbstständigen Gemeinde Oberharthausen, finden Sie auch Daten zu den örtlichen Vereinen und Einrichtungen. Sehr positiv ist v.a. auch das stets aktuelle Nachrichten-Archiv sowie der Terminkalender.

Das Internet ist einerseits ein Medium, dass weltweit abrufbar und verfügbar ist, aber andererseits bietet es auch die Möglichkeit, regionale und lokale Inhalte zu verbreiten. Dies wird in Oberharthausen in hervorragender Form praktiziert und dafür gilt meine große Anerkennung.

Denn nur wer weiß, wo er herkommt und wer weiß, was dort auch los ist wo er herkommt, der kann auch sagen, wohin er gehen will.

So ist Oberharthausen nach dem Motto „Regionale Informationen weltweit vertreten“ ein Vorbild für viele Ortschaften.

Mein Dank gilt all denen, die sich um das Dorfleben in Oberharthausen und speziell auch um die Internet-Seite in Oberharthausen bemühen und engagieren. Stellvertretend dafür danke ich dem Webmaster Hein Sax und den Fotografen und Helfern für ihren Einsatz.

Viel Freude und Interesse beim Informieren über Oberharthausen wünscht Ihnen,

        
Herbert Lichtinger
      Herbert Lichtinger

Erster Bürgermeister

   Stadt Geiselhöring

                                                                  


 

 
    Herbert Lichtinger     Peter      Pfarrer Markus Daschner
 1.Bürgermeister
 
Herbert Lichtinger

     
Geiselhöring
   Ortssprecher
   Peter Schneck

 
Oberharthausen
          Pfarrer
   Markus Daschner

 
ab1.9.2016 Perkam
 
 
 
Stadtrat
 
 Neu gewählter Stadtrat von 2015 mit seinen drei Bürgermeistern im Vordergrund
 
 

 
 
 
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Oberharthausen liegt am Rande des Gäubodens, ca. 8 km südwestlich von Straubing entfernt. Es gehört seit 1978, nach der großen Gebietsreform, zur Stadt Geiselhöring als Ortsteil. Unser Dorf zählt an die 180 Einwohner und ist noch bäuerlich strukturiert. Früher war es ein reines Bauerndorf, aber durch die zunehmende Industrialisierung und Betriebsaufgaben hat sich das Erscheinungsbild geändert. Der alte Ortskern ist nahezu erhalten, aber die Randgebiete wurden durch Neubauten erschlossen.

In Oberharthausen steht eine gotische Kirche aus dem 14. Jahrhundert die der Hl. Margarethe geweiht ist. Die Seelsorge für Oberharthausen hat die Pfarrei Perkam.
  
Gab es früher noch einen Schmied, einen Kramerladen, einen Schneider und zwei Wirtshäuser in Oberharthausen, so ist jetzt nur noch das Gasthaus Wacker in Betrieb. Das zweite Wirtshaus, die weit bekannte „Hall“ wurde von der Brauerei verkauft und später abgerissen.
2002 errichtete die Dorfbevölkerung ein Gemeinschaftshaus, in dem das Dorffest, Weinfest, Starkbierfest und auch alle zwei Wochen ein Stammtisch abgehalten wird. Nahe dem Gemeinschaftshaus wurde ein Bolzplatz und ein Kinderspielplatz für die Kinder errichtet.
Es gibt in Oberharthausen ein reges Vereinsleben, einmal die Freiwillige Feuerwehr, dann die Landfrauen, die Katholische Landjugend, die Jagdgenossenschaft  und zusammen mit den Nachbardörfern Pönning und Metting die Krieger- und Soldatenkameradschaft.
 
 
Außerdem sind  in Oberharthausen zwei Biobetriebe ansässig:

Die Biolandkäserei Schreiner verkauft ab Hof und bietet die Waren auch in diversen Wochenmärkten an.

Ein weiterer  Biobetrieb im Ort gehört Franz Braun, der nicht nur mit Bio-Erdbeeren großen Erfolg feiert, sondern auch einen Agrarhandel betreibt, und mit verschiedenen Speiseölen handelt.

Seit Dezember 2011 betreibt die Familie Körffer
ein Salarium ( Salz-Exklusiv )  in Oberharthausen. Hier können Personen mit Bronchialbeschwerden und ähnlichen Krankheitsbildern in einem Raum mit Himmalayasalz Linderung bekommen. Es werde auch die verschiedensten Salzprodukte im Salzladen oder im Online Shop angeboten. 

Seit heuer gibt es in Oberharthausen auch Isa´s Kunstgarage. Isabella Stautner stellt dekorative Innen- und Außendeko her, die individuell nach den Kundenwünschen angefertigt werden.
 
In den letzten Jahren wurde Oberharthausen schön herausgeputzt. So wurde der Dorfplatz vor der Kirche neu gestaltet, und durch die neue Kanalisation bekam auch die Dorfstraße eine neue Asphaltierung und die Straßenränder wurden mit Granit neu gefaßt.  
So gesehen hat sich Oberharthausen seinen ländlichen Charakter und Charme von früher bis in die heutige Zeit erhalten. Es werden die alten Traditionen gepflegt und der Zusammenhalt der Dorfleute untereinander steht an erster Stelle.
 
 

Die Gemeinden des Landkreises an der Schwelle der siebziger Jahre 

(Straubinger Tagblatt vom 30. Juni 1971)

Oberharthausen war lange eine arme Gemeinde

Wiederholte Mißernten zwangen in der Vorkriegszeit zum Leisetreten bei öffentlichen Arbeiten – in den letzten Jahren den Anschluß gefunden – mit der Gemeindereform noch nicht angefreundet.

Oberharthausen. Obwohl Oberharthausen eine Randgemeinde des Gäubodens ist, war in ihr der sprichwörtliche Gäubodenwohlstand bestimmt nicht zu Hause. Schuld daran, daß die Gemeinde lange Jahre mehr oder weniger nur ein Aschenbrödeldasein fristen mußte, ist die ungünstige Lage in einem Ausläufer der Ebene, in dem die Felder unter stauender Nässe zu leiden hatten. In den regenreichen Jahren 1924 und 1926 beispielsweise mußten die Bauern der Gemeinde fast totale Mißernten registrieren. Dies hatte zur Folge, daß die reine Bauerngemeinde bei öffentlichen Arbeiten leiser treten mußte. Ein schweres Unwetter Ende der zwanziger Jahre brachte die Bauern nochmals um den Lohn ihrer Arbeit. Von 1927 bis 1929 wurden zwischen Pönning und Oberharthausen größere Entwässerungsarbeiten durchgeführt. Die Gemeinde war gezwungen, dazu äußerst zinsungünstige Geldmittel in Anspruch zu nehmen. Mit den neuerlichen Belastungen konnten viele Bauern ihre Anwesen nur mit äußerster Anstrengung und großem Fleiß erhalten. Durch die aufgezwungene große Sparsamkeit war erst im Jahre 1938 die Elektrifizierung der Gemeinde möglich.

Größere Investitionen konnte sich Oberharthausen erst nach dem Krieg leisten. Das erste Nachkriegsprojekt war die Oberflächenkanalisierung im Dorfbereich Ende der vierziger Jahre. Zur gleichen Zeit konnte die Gemeinde auch an Anlage eines großen Feuerlöschteiches denken. Die Umrandung des Teiches wurde ausgepflastert. Im Anschluß an den Löschweiher an der westlichen Dorfperipherie, ließ die Gemeinde entlang der Dorfstraße einen Graben in östlicher Richtung mit ausgepflasterter Sohle ziehen. Damit konnten zwei Fliegen mit einem Streich geschlagen werden. Zum einen kann der Feuerlöschweiher im Brandfalle in den Graben abgelassen werden und an einem der vielen Durchlässe gestaut werden. Dadurch ist die Gewähr gegeben, daß die Wehr nie in Löschwasserschwierigkeiten kommen kann. Zum anderen konnten durch den Graben und die Kanalisation das Dorf und die einzelnen Anwesen weitgehend trockengelegt werden. Der Gemeinde standen für Arbeiten aber nur im beschränkten Umfange Geldmittel zur Verfügung. Um aus den bescheidenen Finanzen den größten Nutzen zu ziehen, griff die Gemeinde auf das altbewährte Rezept der Hand- und Spanndienste zurück. Die vielen Sandwege der Gemeinde wurden in der Vergangenheit ebenfalls durch das gut funktionierende Scharwerk instand gehalten.

Eine aufwendige Nachkriegsaufgabe für die Gemeinde war die Anpassung des gemeindlichen Straßennetzes an die neue Zeit. Der erste große Straßenausbau war der Ausbau des zwei Kilometer langen Stückes von Ringenberg nach Oberharthausen. Der Finanzbetrag hierfür betrug  176 000 DM. Der Straßenbau von Perkam nach Pönning mit einer Länge von 1250 Meter war mit einem Kostenaufwand von 174000 DM verbunden. Dieses Projekt wurde im Gemeindebereich Oberharthausen über Oberholzen geführt und 1966 realisiert. Vor zwei Jahren schaffte die Gemeinde mit dem Bau der Straße von Oberharthausen nach Pilling einen weiteren günstigen Anschluß zur Staatsstraße Straubing – Geiselhöring.
Nachdem die Gemeinde als eine der ersten im Landkreis über eine Oberflächenkanalisation verfügte (durch die feuchte Lage des Dorfes war aus der Not eine Tugend gemacht worden) war es natürlich der Wunsch der Bürger, daß der Ort so bald wie möglich auch staubfrei gemacht werde. 1962 war es soweit, daß mit Unterstützung des Kreises 800 Meter des Dorfes staubfrei gemacht werden konnten. Oberharthausen braucht sich, was das gefällige Ortsbild betrifft, nicht hinter den anderen Gemeinden des Kreises zu verstecken.

Eine längst überfällige Maßnahme wurde im Jahr 1953 mit der Arrondierung in Angriff genommen. Im vereinfachten Verfahren galt dabei das Augenmerk in erster Linie der Grundstückszusammenlegung. Für Feldwege war dabei pro Tagwerk ein Dezimal eingeplant. Eine hundertprozentige Sache aber war die Flurbereinigung noch immer nicht, da vorerst keine Gräben gezogen wurden. Ein Großteil der Gemeindeflur litt aber immer noch unter der sauenden Nässe. Erst beim Flurbereinigungsverfahren Perkam – Alburg bei dem auch nochmals ein Teil der Oberharthausener Flur mit einbezogen wurde, konnte eine durchgehende Grabenverbindung Perkam – Alburg hergestellt werden. Das Oberharthausener Nässeproblem war nun endgültig behoben. Die Felder im Gemeindebereich liefern nun den wohlverdienten Ertrag für die für die aufgewendete Arbeit und Mühe. Bei den Flurbereinigungs- bzw. Entwässerungsarbeiten fehlte es allerdings auch nicht an Gegnern. Heute aber sind alle Landwirte der Gemeinde glücklich darüber, daß die Entwässerungsarbeiten auch gegen verschiedene Widerstände durchgeführt wurden. Die ungünstige Witterung der vergangenen Wochen würde den Oberharthausener Bauern ohne gezielte Entwässerung einmal mehr großen Schaden zufügen.

Für Bürgermeister Zach, einen umsichtigen Mann, dem das Wohl der Gemeinde über alles geht, ist die erfolgreich abgeschlossene Flurbereinigung trotz aller Genugtuung über das Werk mit einem Quentchen Bitterkeit belastet. Bei einem 1960 erfochtenem Grenzermittlungsverfahren wurde nämlich festgestellt, daß am Auweg eine unrechtmäßige Grenzveränderung vorgenommen wurde, die zu Lasten der Gemeinde geht. Alle bisherigen Eingaben auf Wiederherstellung des Rechts und der rechtmäßigen Grenzen haben zur Enttäuschung des Bürgermeisters bisher nicht gefruchtet.
Das Feuerlöschwesen der Gemeinde ist in bester Ordnung. Neben der hervorragenden Löschwasserversorgung verfügt die Wehr, die mehrere Löschgruppen umfaßt, über eine neue TS 8, die vor einigen Jahren angeschafft wurde. Für 12000 DM wurde im Jahre 1968 ein geräumiges Feuerhaus erbaut. Die Straßenbeleuchtung in Oberharthausen läßt auch keine Wünsche offen. Damit sich die Bürger in ihrem Dorf auch nachts zurecht finden, wurden mit einem Kostenaufwand von 8000 DM 14 Lampen im Ortsbereich installiert. Seit 1969 ist die Gemeinde Wasserabnehmer der Spitzberggruppe.

Als ein gelungenes Gemeinschaftswerk kann die Friedhofserneuerung im Jahre 1964 angesehen werden. Damals wurde auf dem Gottesacker eine Art „Flurbereinigung“ vorgenommen. Die arbeiten umfaßten Planieren der Unebenheiten, Teilerneuerung der schadhaften Friedhofsmauer und die Betonarbeiten für die durchgehenden Grabsteinsockel. Bei der Neueinteilung der Grabstätten gab es zwar kleine Schwierigkeiten, da verständlicherweise jede Familie die Grabstätten ihrer Verstorbenen möglichst am bisherigen Platz beibehalten wollte. Mit dem guten Willen aller konnte aber diese Schwierigkeit überwunden werden. Mit Ausnahme der Wiederaufstellung der Grabsteine wurden alle Friedhofsarbeiten in Gemeinschaftsarbeit der Dorfbewohner bewältigt, so daß die Neueinteilung der Friedhofsanlage, die heute einen sauberen und gepflegten Eindruck macht, mit ungewöhnlich niederen Finanzmitteln vorgenommen werden konnte. Im vergangenen Jahr wurde ein weiterer Teil der Friedhofsmauer erneuert. Noch aber ist man nicht ganz zufrieden, denn auch das letzte Drittel der Friedhofsmauer bedarf noch einer Erneuerung. Diese abschließenden Arbeiten sind für heuer vorgesehen.

Eine eigene Schule hatte Oberharthausen auch in der Vergangenheit nicht. Die Kinder der Gemeinde mußten von jeher in das nur einen Kilometer entfernte Pönning in die Schule gehen. Zur Erreichung besserer Schulverhältnisse kam es zur Gründung des Schulverbandes Perkam – Pönning – Oberharthausen. Im neuen Schulverband wurden erstmals Schulbusse eingesetzt. Die ideale Lösung war aber das auch nicht, denn die Verbandsschule konnte nur siebenklassig geführt werden, was bedeutete, daß zwei Jahrgänge in einer Klasse zusammengefaßt werden mußten. Mit der Gründung der großen Verbandsschule Alburg verbesserte sich zwar die Klasseneinteilung, dafür aber mußten entfernungsmäßige Nachteile in Kauf genommen werden. Die Grundschule Perkam blieb vorerst erhalten, so daß die Oberharthausener Grundschüler nach wie vor in Perkam zur Schule gehen, während die Hauptschüler in Alburg unterrichtet werden. Obwohl die Schulreform nicht einhellig begrüßt wurde, wird heute von jedermann mit Genugtuung zur Kenntnis genommen, daß die Kinder gefahren werden und so nicht mehr den Gefahren des Verkehrs ausgesetzt sind.

Mit dem 1. Januar 1951 wurde die Kirchengemeinde Oberharthausen aus der Pfarrei Atting herausgenommen und in die Pfarrei Perkam eingegliedert. Damit waren auch die Weichen für die Gründung einer Expositur Pönning – Oberharthausen gestellt, die am 15. August 1951 gebildet wurde. Die Filialkirche St. Margarethe in Oberharthausen ist eine gotische Anlage aus dem 14. Jhd., die später brock verändert wurde. Der Turm wurde 1875 gebaut. 1936 wurde die Kirche erweitert. Die Gläubigen von Oberharthausen waren auch nach dem Krieg darauf bedacht, ihr Kirchlein nach besten Kräften in Ordnung zu halten. 1949 wurde eine neue Sakristei gebaut, die alte Sakristei wurde zu einer Leichenhalle umgebaut. 1964 war die Außeninstandsetzung des Kirchleins an der Reihe. Desgleichen wurden Uhr- und Läutwerk auf Elektrizität umgestellt. Zwei Jahre später wurde auch das Kirchengestühl erneuert, wobei das Landesamt für Denkmalschutz darauf achtete, daß die alten Stuhlwangen erhalten blieben. In Oberharthausen steht auch eine sehenswerte Privatkapelle der Familie Schütz und in Oberholzen erbaut die Familie Peringer zur Zeit ebenfalls eine Kapelle.

Neben dem derzeitigen Gemeindechef Jakob Zach leben in Oberharthausen heute noch vier ehemalige Bürgermeister. Johann Wurm (84 Jahre) stand von 1924 bis 1933 der Gemeinde vor, Josef Hüttenkofer (77) von 1933 bis 1936, Jakob Prebeck (80) von 1936 bis 1945 und Johann Schiesl (65) von 1948 bis 1966.

Ein schwarzer Tag in der Gemeindegeschichte von Oberharthausen war der 5. Februar 1945. Im Verlaufe eines amerikanischen Bombenangriffes auf Straubing wurde aus vollkommen unverständlichen Gründen auch eine Reihe von Bomben auf das kleine Dorf geworfen. Dabei wurden drei Anwesen schwer in Mitleidenschaft gezogen. Noch schwerwiegender allerdings war der Verlust von drei Menschenleben. Am 28. April 1945 entging das Dorf nur durch das beherzte Eingreifen eines Bürgers und einer Flüchtlingsfrau der Vernichtung. Die Oberharthausener hatten bereits die weiße Fahne gehißt, und die Amerikaner waren dabei das Dorf zu besetzen. Plötzlich aber wurde aus einer Scheune heraus das Feuer auf einen Jeep eröffnet, was die Amerikaner, die sich sofort wieder zurückzogen, zwei Tote kostete. Versprengte SS- Truppen hatten damit das Dorf in schwerste Gefahr gebracht. Die englischsprechende Flüchtlingsfrau und ein Bürger machten sich machten sich sofort auf den Weg und versuchten unter Lebensgefahr den Kommandeur der amerikanischen Truppen in Perkam auf. Nur mit Mühe gelang es, die Amerikaner zu überzeugen, daß die Toten versprengte SS- Soldaten auf dem Gewissen hatten und bei einem Angriff nur die Zivilbevölkerung die Leidtragenden wären. Aber letzten Endes sahen die Amerikaner dann doch von einem Vergeltungsangriff ab. Abgesehen von einigen Granattreffern, überstand das Dorf den Einmarsch der fremden Truppen dann in letzter Minute doch noch glimpflich.

 Im Jahr 1946 wurden die gemeinden Oberharthausen und Pönning von der damaligen Militärregierung zu einer Verwaltungseinheit zusammen geschlossen. Als die Verwaltung aber in deutsche Hände überging, wurde diese Gemeindeehe wieder geschieden. Nach Lage der Dinge wird Oberharthausen gezwungen sein, in absehbarer Zeit eine neue Gemeindeehe einzugehen. Eine Wiedervermählung mit Pönning kann aber nicht in Frage kommen, da beide Gemeinden zusammen nicht einmal 500 Bürger zusammenbringen. Das Limit für die vom Staat angestrebten neuen Großgemeinden liegt aber zwischen 3000 und 5000. Bürgermeister Zach sieht die Gemeindereform mit den Augen des Realisten. Aus diesem Grunde regte er im Gemeinderat und vor der Bürgerschaft einen Zusammenschluß mit der Nachbargemeinde Perkam an. Die Gründe für seine Haltung sind klar. Oberharthausen gehört zu den Gemeinden, denen vom Staat über kurz oder lang sowieso der Garaus gemacht werden wird. Außerdem sollte die Gemeinde nach dem Willen des Bürgermeisters in den Genuß der hohen Schlüsselzuweisungen und des Kopfgeldes kommen. Diese Gelder wurden in besonderer Höhe nur bis zum 15. April gewährt. Die Gemeinde Oberharthausen hätte diese Finanzspritze sehr gut gerbrauchen können, denn immerhin hat die Gemeinde noch wesentliche Projekte zu finanzieren wie den Ausbau der restlichen Ortsdurchfahrt mit einer Länge von 850 Metern , den Baud er Gemeindeverbindungsstraße nach Perkam, die Straße über den Grollhof zur Kayer Straße die Straßen von Oberharthausen nach Hierlbach und von Oberharthausen nach Oberholzen. Die erste und finanziell lukrativste Chance ist vorbei.

 (Straubinger Tagblatt vom 30. Juni 1971)


 

 

 

 


Ansichtskarte aus Oberharthausen
 


Ansichtskarte aus Oberharthausen

 


 


Oberharthausen um 1960

 

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Oberharthausen 2009
 

Quellenangaben:
Orts- und Hofgeschichte von Oberharthausen von Herrn Pfarrer Josef  Schmaißer
Dorfchronik anlässlich der Fahnenweihe 1979

 


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