
Gefallenenehrung am 8.11.2026 am Kriegerdenkmal in Pönning
Am 8. November 2026 wurde in Pönning das Kirchenpatrozinium zu Ehren des heiligen Martin gefeiert. Pfarrer Markus Daschner zelebrierte den festlichen Gottesdienst in der Kirche St. Martin. Im Anschluss daran versammelte sich die Krieger- und Soldatenkameradschaft Pönning-Oberharthausen-Metting und Gottesdienstbesucher auf dem Friedhof, um der gefallenen, vermissten und verstorbenen Kameraden zu gedenken.
Im Mittelpunkt der anschließenden Gefallenenehrung stand die tiefgründige und bewegende Ansprache des Vorsitzenden Hans Stierstorfer. In eindringlichen Worten spannte er den Bogen von den Schrecken und dem unermesslichen Leid der beiden Weltkriege bis in die Gegenwart. Dabei wurde deutlich, dass Frieden keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist. Noch immer prägen Krieg, Gewalt und Hass das Leben vieler Menschen. Das Leid der Vergangenheit darf daher nicht als abgeschlossenes Kapitel betrachtet werden, denn in anderer Gestalt wiederholen sich die erschütternden Erfahrungen auch in unserer Zeit.
Hans Stierstorfer appellierte an alle Bürgerinnen und Bürger, Verantwortung bereits im eigenen Umfeld zu übernehmen. Frieden beginne nicht erst auf politischer oder internationaler Ebene, sondern im Kleinen: in den Familien, in der Nachbarschaft und im täglichen Umgang miteinander. Es gelte, Hass und Gewalt frühzeitig entgegenzutreten, Bürgersinn zu zeigen, den Zusammenhalt zu stärken und die Würde jedes einzelnen Menschen zu achten.
„Lassen wir uns von den Opfern der Vergangenheit mahnen und werden wir ihrer dadurch gerecht, dass wir uns für die Demokratie und ein friedliches Miteinander in unserer Gemeinschaft einsetzen“, so der eindringliche Appell des Vorsitzenden. Im Gedenken an die gefallenen und vermissten Kameraden legte er anschließend am Kriegerdenkmal einen Kranz nieder.
Auf den Befehl des Vorsitzenden „Stillgestanden – senkt die Fahnen“ senkten die Fahnenabordnungen ihre Fahnen. Dabei spielte die hervorragende Blaskapelle der Feuerwehrmusikanten Pilling-Perkam den "guten Kameraden". Auch die Abordnungen der vier beteiligten Vereine verharrten in stillem Gedenken. Dieser würdige Moment verlieh der Feier eine besondere Eindringlichkeit und machte spürbar, dass Erinnern weit mehr bedeutet als das Bewahren von Namen und Jahreszahlen: Es bedeutet, Verantwortung für die Gegenwart und die Zukunft zu übernehmen.
Nach dem abschließenden Segen von Pfarrer Markus Daschner fand der Gedenktag seinen Ausklang. Der Pfarrer sprach allen Vereinen, Kirchenbesuchern, den Feuerwehrmusikanten Pilling-Perkam und Ministranten seinen Dank für die Teilnahme und die würdige Gestaltung der Feier aus. Zum Ende spielte die Blaskapelle noch die stolze „Bayernhymne“ und das ergreifende „Näher mein Gott zu Dir“.
Eine besondere Bereicherung erhielt der Gedenktag durch das künstlerische Wirken der Pönninger Mesnerin Monika Schlecht. Mit großer Hingabe und beeindruckender Ausdruckskraft schuf sie für die Kirche St. Martin erneut ein aussagekräftiges Werk. Ihre auf Leinwand gemalte, innige Kriegsszene ließ die Betrachter unmittelbar in die bedrückende Atmosphäre jener schrecklichen Zeit eintauchen. Durch die Gestaltung des Altarraums entstand ein eindrucksvolles Kriegsszenario, das die Schrecken bewaffneter Konflikte sichtbar machte und zugleich die Botschaft des Gedenktages unterstrich. Für dieses außergewöhnliche Engagement und die berührende künstlerische Gestaltung gilt Monika Schlecht ein besonderer und herzlicher Dank.


























