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 Unfall am Perkamer Weg am Morgen des 17.6.2024

 

Heute morgen ereignete sich ein Unfall in Oberharthausen. Ein PKW fuhr am Perkamer Weg, Höhe Haus Martin Pömmerl, von Pönning kommend in den Gartenzaun. Der Zaunpfeiler wurde umgerissen und das Tor und ein Stück Zaun beschädigt. Zum Glück war niemand auf der Straße.

 

Zaun Pömmerl 1

Zaun Pömmerl 2

 

Dieser Unfall hat eine jahrelange Vorgeschichte 

 

Die Durchfahrt von der Perkamer Straße Richtung Pönning wird mehr und mehr zu einer Rennstrecke. Diese Gefahr wurde schon lange erkannt und auch in einem Antrag der Familie Pömmerl an die Stadt Geiselhöring zur Bewertung und Beseitigung eingereicht. 


Am 23.6.2020 hatte die Stadt Geiselhöring zu einer Begehung eingeladen. Es waren Jürgen Mißlbeck, Verkehrssachbearbeiter der Polizeiinspektion Straubing, Bürgermeister Herbert Lichtinger, Herr Pielmeier und Frau Dischinger vom Bauamt Geiselhöring, Ortssprecher Peter Schneck und die Familie Pömmerl vor Ort.

Nach Aussage von Herrn Pielmeier wurde die  Geschwindigkeit vom 25. 5. – 8. 6. 2020 (einwärts) in die eine und vom 8.6 – 15. 6. 2020 (auswärts) in die andere Richtung gemessen.
In Richtung Pönning hatte man in einer Woche 1164 Fahrzeuge, also 166 Fahrzeuge am Tag, das höchste waren 19 Fahrzeuge in einer Stunde. Die V85-Durchschnitt lag dabei bei 29 km/h. Der schnellste Fahrer einwärts  ist 39km/h gefahren.
In der nächsten Woche wurden auswärts 770 Fahrzeuge gemessen, also 110 Fahrzeuge pro Tag. Der V85- Durchschnitt lag bei 33 km/h. Der schnellste Fahrer auswärts ist 47km/h gefahren.

Hier erklärte Herr Mißlbeck, dass eine 30er Zone nicht möglich ist. Der Gesetzgeber sagt, dass zur Begrenzung als Grundlage Verkehrsunfälle passiert sein müssen, was hier aber nicht der Fall ist. Das Ganze wäre ein Verwaltungsakt, dem aber Herr Pielmeier gleich widersprach, weil sie hier gegen die vorgegebene Rechtslage handeln würden. Herr Mißlbeck führte weiter aus, dass er für solche Angelegenheiten eine Verkehrsmengenmessung empfiehlt.

Zaun Pömmerl 4


Daraufhin stellte Franz Pömmerl einen weiteren Antrag an die Stadt Geiselhöring, sie möge doch dann ein Hinweisschild „Freiwillig 30“ aufstellen, da er eine Gefährdung der Schulkinder  von den  ca. 10 % der 278 Fahrzeuge / Tag sieht, die zu schnell fahren.

Dieser Antrag wurde nun vom Bauausschuss erfreulicherweise genehmigt. Die Hinweisschilder wurden am 9. Juni 2021 vom Bauhof aufgestellt

Zaun Pömmerl 3

 


 

Bei der letzten Bürgerversammlung am 9.11.2023 war diese Gefahrenstelle wieder ein Besprechungspunkt. Auch diesmal wurde von den Herren Gebhard und Lichtinger das Problem in das Protokoll aufgenommen. Dazu hatte éin Bürger aus dem Neubaugebiet einen Antrag gestellt. 

Zaun Pömmerl 5

 

Ortssprecher Peter Schneck hatte ja in der vorigen Woche dazu aufgerufen, Diskussionspunkte zu melden, die dann schon vorab von der Stadt Geiselhöring geprüft werden konnten.  Es ergaben sich aber zusätzlich viele Themen die angesprochen wurden, z.B.

  • Einen Verkehrsspiegel zur Einmündung des Auwegs in die Kreisstraße SR 18 anbringen. Hier ist durch den Stadel von Karl Wild eine unübersichtliche gefährliche Verkehrssituation (wird mit der Polizei begutachtet und geklärt)
  • Wunsch nach einer 30er – Zone vom Ortseingang Oberharthausen ( beginnend vom Anwesen Gruber durchgängig am Anwesen Pömmerl vorbei bis zum Baugebiet )
  • Radfahrerweg zwischen Pönning und Oberharthausen ( soll evtl. bei dem Bau des neuen Feuerwehrhauses zwischen Oberharthausen und Pönning realisiert werden)
  • Radfahrerweg von Grollhof in Richtung Alburg zum Hof der Familie Ankerl (es fürchten die Bauern, dass hier Probleme mit Radfahrern entstehen könnten, wenn z.B. ein Anhänger auf dem Wirtschaftsweg steht)
  • Straße vorbei am Grollhof zur Kreisstraße St2142 soll auf Schäden überprüft werden
  • Radfahrerweg von Perkam nach Alburg entlang der Geiselhöringer Straße (St2142) - ( ist Wunsch der Gemeinde Perkam ,es muss mit den Anrainern verhandelt werden)
  • Notwendige Instandhaltung des Wirtschaftsweges nach Alburg - Zuständig ist die Stadt, die Jagdgenossenschaft hat früher die Straße instandgesetzt
  • Wirtschaftsweg von Oberholzen nach Oberharthausen bis Höhe Funkmasten (Straße ist in sehr schlechtem Zustand von der Kabelverlegefirma zurückgelassen worden. Weg gehört neu befestigt)
  • Räumung des Dorfgrabens ab Haus Uli Aigner abwärts durchführen ( Zuständigkeit der Stadt, der Aushub muss weg gefahren werden)
  • Räumung des Grabens in den Vorhaltebecken (wurde von Sträuchern befreit, verbuscht aber sofort wieder wenn der Bachlauf nicht ausgebaggert wird)
  • Graben entlang des Neubaugebietes wurde nur auf der Seite der Straße gemäht. Die Böschung zum Baugebiet blieb stehen und verwildert. Stadtrat Hans Bauer meinte, dass der Greifarm des Schneidwerks nicht so weit reicht. Deshalb muss die Böschung mit Hand gemäht werden)
  • Morscher alter Baum ist in den Altbach gefallen (er gehört dringend vom Bauhof entsorgt)
  • Kriegerdenkmal schlecht leserlich ( KuSK Vorstand Hans Stierstorfer regte eine Restaurierung an)
  • Problem der neu berechneten Grundsteuer ( ist noch im Berechnungszustand, es gibt noch kein Ergebnis – Bürgermeister Lichtinger erklärte den Ablauf und die Zusammenhänge mit dem Hebesatz

 

Auch bei der Kommandantenwahl am 17. Februar 2024 brachte Franz Pömmerl seine Sorge um diese Gefahrenstelle wiederum beim Bürgermeister Herbert Lichtinger vor. Er versicherte zum wiederholten Male, dass eine Geschwindigkeitsmessung durchgeführt werden soll, die aber bis dato noch nicht erfolgt ist.

 

Zaun Pömmerl 6

 


 Anschreiben von Franz Pömmerl am Unfalltag

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, lieber Herbert.

Heute, 17.06.2024, ist das passiert, vor dem ich mich schon lange gefürchtet habe.

Gott sei Dank ist unseren Kindern nichts passiert.

Um 5.30 Uhr ist aus Richtung Pönning kommend ein BMW mit überhöhter Geschwindigkeit dem Martin in den Gartenzaun gefahren.

Ich möchte mir nicht ausmalen, wenn so etwas später passiert, wenn unsere Kinder zum Schulbus gehen, oder Eltern mit Ihren Kindern auf der Strasse sind.

Es gibt leider Autofahrer, ich rede nicht von den 90 % die anständig fahren, sondern von denen die nicht wissen, dass sie in einer Ortschaft fahren.

Da wir ja keinen Gehweg (Sicherheitszone) im Perkamer Weg haben, sind die Fußgänger in höchster Gefahr. Dies hat auch schon unser Neubürger, der mit dem Kinderwagen gegangen ist, erfahren.

Übrigens, der hat Dir zur Bürgerversammlung am 9. November 2023 diese Gefahr auch schon schriftlich mitgeteilt, aber es wurde nichts geändert.

Ich habe Dir wiederholt am 17. Februar 2024 nach der Kommandantenwahl im Gemeinschaftshaus gesagt, dass wir um unsere Sicherheit fürchten.

Du hast darauf Dir das im Handy eingetragen und mir versichert, dass eine neue Geschwindigkeitsmessung durchgeführt wird.

Leider ist wieder nichts passiert.

Ich bitte Dich inständig, dass wir eine 30 Km Geschwindigkeitszone bekommen!!!!!

Mit Mehrheit der CSU Fraktion ist mein erster Antrag vor einigen Jahren schon einmal abgelehnt worden.

Vielleicht hat sich die Gesinnung jetzt geändert und die Stadträte stehen zu ihrer Verantwortung, ihre Bürger zu schützen.

Mit freundlichen Grüße

Franz Pömmerl

Perkamer Weg 2

94333 Oberharthausen

 


 Auch Ortssprecher Peter Schneck hat in einem Anschreiben heute an den Bürgermeister Lichtinger die schnellstmögliche Umsetzung der 30er Zone gefordert.

Wenn jetzt nichts passiert, wann dann?

Es ist einfach nicht zu verstehen, warum immer erst was passieren muß. 

 


ile laber

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