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Auch Oberharthausen hatte seine Helden. Männer und Frauen, die sich für das Wohl des Dorfes eingesetzt haben. Das zu einer Zeit, als man für diese Taten standrechtlich erschossen werden konnte.
Heute, am 28. April kamen die amerikanischen Soldaten in unser Dorf. Die weiße Fahne wurde von zwei tapferen Männer, Johann Schiesl und Heinrich Mayer, zur Begrüßung und friedlichen Übergabe auf dem Kirchturm gehängt. Es fuhr eine Militärkolonne durch das Dorf Richtung Feldkirchen. Man zählte um die 160 Panzer. Auf der Straße von Perkam her rollte ein Jeep ins Dorf. Zwei SS- Soldaten lagen unerkannt in einem Hinterhalt und schossen auf den Jeep. Zwei Amerikaner wurden getötet, der Fahrer fuhr davon. Die feigen SS-ler machten sich danach aus dem Staub. 
Es kam dann dazu, dass nach ein paar Stunden die Amerikaner vor dem Dorf auf breiter Front Aufstellung nahmen, um das Dorf zu beschießen. 

Da war es Josef Aigner und die englisch sprechende Frau Friedl, die den Amerikanern mit einem weißen Taschentuch alleine entgegen gingen. Sie übergaben das Dorf und beteuerten, dass das Dorf jetzt ohne deutsche Soldaten sei. Beide wurden als Geiseln behalten, bis sie das Dorf durchsucht hatten. Als kein Widerstand im Dorf gefunden wurde, machten die Amerikaner Josef Aigner zum Dorfsprecher.

Unsere Helden sind die beiden Männer Johann Schiesl und Heinrich Mayer, die unter Lebensgefahr die weiße Fahne auf dem Kirchturm hissten und Josef Aigner und Frau Friedl, die nach diesem vorausgegangenen tödlichen Zwischenfall den Amerikanern das Dorf übergaben.

Dazu gehört schon Mut und Entschlossenheit. Andernorts wurden Männer, die die weiße Fahne hissten sofort von der SS aufghängt. Auch die Amerikaner wollten zuerst ein Gegenopfer haben, weil zwei Soldaten ihr Leben lassen mussten. Davon ließen sie aber Gott sei Dank wieder ab.

Heute blüht wieder der Flieder so wie vor 73 Jahren. Die Straßen sind ruhig, keine Panzer fahren die Dorfstraße herunter… es ist Frieden

Die Dorfgemeinschaft bedankt sich posthum bei diesen tapferen Männern und Frauen, die ihr Leben auf´s Spiel setzten, um das Leben im Dorf zu sichern.

Danke den ewigen Helden von Oberharthausen:

Johann Schiesl, Heinrich Mayer, Josef Aigner und Frau Friedl für eueren Einsatz!

Heinrich Mayer Schiesl Johann Josef Aigner Es ist leider kein Bild
von Frau Friedl vorhanden
Heinrich Mayer Johann Schiesl             Josef Aigner             Frau Friedl



 


 

 

 

Am 28. April zog die 13. Panzerdivision , die sogenannten "Black Cats" durch Oberharthausen. Der Ort Oberharthausen wurde in verschiedenen Veteranenseiten der Amerikaner erwähnt. Die genaue Schreibweise war ihnen aber anscheinend nicht so geläufig. Es wird aber von einem Zwischenfall bei unserem Dorf berichtet. Näheres konnte (noch) nicht erforscht werden.

 

Black Cats

13th Armored Devision

        

59th armored Infantry Bataillon

 

 


ile laber

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