Herr Hans Weiß, Ruhe in Frieden!




Trauerrede von FFW Vorstand Ulrich Aigner
(Eigenbricht) Wenn der Herrgott nach dir ruft und sagt, es ist Zeit für dich zu mir zu kommen, dann gibt es für den Menschen kein Halten mehr. Hans Weiß ist es, den er jetzt auf die Reise in sein himmlisches Reich geschickt hat. Hans hatte noch nicht damit gerechnet, er war noch sehr in der irdischen Welt verwurzelt. Gerade noch feierte er mit seiner geliebten Frau Resi seine Goldene Hochzeit. Es wurden von der Stadt Geiselhöring und vom Herrn Pfarrer die Glückwünsche zum 50. Hochzeitstag überbracht, worüber er sich noch sehr freute. Noch am selben Abend bekam er einen schweren Schlaganfall von dem er sich nicht mehr erholte. Am 2. Oktober ist Hans Weiß im Alter von 76 Jahren im Herrn verschieden.
Hans, wie ihn alle nannten, war ein aufrechter Mann. Er war an dem Tagesgeschehen in der Welt sehr interessiert, und verfolgte die Politik in der Heimatgemeinde so wie in der Welt aufmerksam und genau. Er konnte sich über manche Entscheidungen der Politiker maßlos ärgern, und diskutierte leidenschaftlich am Stammtisch. Er hatte immer eine Meinung, und er vertrat sie auch.
Er brachte sich in die Dorfgemeinschaft ein. Nachdem er 1959 in die Feuerwehr eingetreten war, übernahm er auch von 1977 bis 1988 das Amt des Kassiers. Auch in der Landjugend war er Mitglied in der Vorstandschaft. Als das Gemeinschaftshaus gebaut wurde, wurde ihm das Amt des Schriftführers übertragen und er war auch für die Warenkontrolle verantwortlich. Auch bei den Bauarbeiten half er fleißig mit und er war der erste Grillmeister in den darauffolgenden Dorffesten. Er zeichnete sich immer durch Gewissenhaftigkeit und Zuverlässigkeit aus.
Hans Weiß war Mitglied im Eisstockverein Pönning. Er war immer ein treffsicherer Schütze gewesen, ob früher am Eisweiher oder später auf der Asphaltbahn. Es zeichnete ihn viel Gefühl und eine gerade Hand aus. Genauso beherrschte er noch auf der Kegelbahn beim Gasthaus Wacker den Umgang mit der Kugel. Auch da war der Hans ein zielgenauer Schütze und auch Anscheiber. Er spielte in Fußballspielen mit, z.B. in dem legendären Spiel der Landjugend gegen die Feuerwehr, als die Dorfjugend Lehrgeld bezahlen musste. Sein großes Gefühl konnte er auch im Gesang zum Ausdruck bringen. Wie schon sein Bruder Sepp verfügte er über eine sehr feine Stimme, die sich in der Kirche wohlklingend von so manchem Brummbär abhob.
Seine große Leidenschaft war das Kartenspiel, speziell das Schafkopfen. Da war er in seinem Element, und um keinen Spruch verlegen. Er war ein unterhaltsamer und geselliger Mensch, der von allen sehr geschätzt wurde. Er nahm auch mit seinem Freund, Hans Zisterer, an verschiedenen Turnieren erfolgreich teil. Und gegen Ende des Spieleabends war er auch mit von der Partie, wenn noch ein paar Runden gepokert wurde. Das machte ihm noch besonders Spaß, wenn er noch einen schönen Pott rausholen konnte. Er spielte in Pönning beim Frühschoppen genauso gerne mit, wie am Stammtisch alle 14 Tage im Gemeinschaftshaus. Ein weiteres Ziel war auch die „Schmidt“ in Haindling, wo auch so manches Spiel zur Unterhaltung gelaufen ist.
Seine Geselligkeit zeigt sich auch darin, dass er fast jeden Tag zum „Stammtisch“ beim Zellmer Sepp gekommen ist. Hier fühlte er sich wohl unter den anderen Stammtischbrüdern Schiesl Hans, Zellmer Sepp, Danner Sepp, Aigner Sepp, Aigner Hanne, Aigner Uli, Büchner Sepp etc.. Hier wurde diskutiert, geblödelt und die neuesten Nachrichten verbreitet. So wie früher beim Schmied Xare in der Werkstatt, ist jetzt hier der Dorfmittelpunkt und hier schlagen die Herzen von Oberharthausen, jetzt eines weniger.
Hans Weiß hielt sich immer in Bewegung. Jeden Tag sah man ihn seine Spazierrunden gehen. Umso mehr überrascht jetzt seine kurze schwere Krankheit. Er liebte es auch, kurze Rast auf den verschiedenen Bankerl zu machen, die im und um das Dorf aufgestellt sind.
Jetzt, lieber Hans, kannst du im Paradiesgarten deine Runden spazieren gehen. Da ist auch bestimmt ein kleines Bankerl für dich zum Rasten. Vielleicht ist auch ein Tisch dabei, wo du mit den alten Freunden wieder zünftig Schafkopfen kannst. Dein Platz bei uns in der der Dorfgemeinde und der Familie bleibt jedoch leider leer. Wir werden dich vermissen Hans, du hinterläßt eine große Lücke. Es ist für alle und vor allem für deine Familie kein Trost, aber vielleicht hat dir das schnelle Ableben ein langes und qualvolles Dahinsiechen erspart.
Lieber Hans, möge dir der Herrgott einen schönen Platz im Himmel geben, du hast ihn dir auf Erden verdient….
Lieber Hans, Ruhe in Frieden!
Ein paar Bilder von Hans Weiß:

Schulklasse mit Lehrerin Bücherl

Schulklasse mit Lehrer Rassl und Expositus Müller

Schuljahr 1951/52

Theaterspiel 1961 mit Hans Weiß (weißer Hut)
1962 Landjugendausflug an den Arbersee

1975 Fahnenweihe in Pönning

1979 Fahnenweihe in Oberharthausen

1982 Leistungsabzeichen bestanden

23.01.1982 Wahlen FFW

Fahnenweihe 2005 in Pönning

1982 Fussballspiel FFW gegen Landjugend Oberharthausen

1985 Oberharthausen gegen Geiselhöring

Bau Gemeinschaftshaus 2002

Bau Gemeinschaftshaus 2002

Einweihung Gemeinschaftshaus 2002
Hans ist erster Grillmeister
Hans und Resi grillen in der Grillhütte
Hans beim Watterturnier
Hans beim Watterturnier
lustige Spiele am Silvester im Gemeinschaftshaus 2005
Hans beim einem lustigen Silvesterspiel 2005
Silvester 2005 im Gemeinschaftshaus
Silvesterfeier 2005 im Gemeinschaftshaus



Hans am Stammtisch mit Sepp Zellmer, Sepp Danner und Hanne Aigner

Gratulation von FFW Vorstand Uli Aigner zum 75. Geburtstag

FFW Oberharthausen gratuliert zum 75. Geburtstag

Ehejubiläumsgottesdienst in der Pfarrkirche Perkam (50. Jahre Hans und Resi Weiß)
Resi und Hans Weiss beim 75. Geburtstag

Hans Weiss beim 75. Geburtstag


















