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Am ersten Mittwoch im August kommen jedes Jahr die Wanderreiter aus Freising  auf ihrem Weg nach Waldmünchen auch durch Oberharthausen. Gerastet wurde früher im Schatten der Kirchbäume und die Dorfbewohner stellten zum Tränken auch Wassereimer vor den Friedhof. Jahrelang hat sich aber auch die Wirtin Sophie Wacker um die Wanderreiter gekümmert. Sie versorgte die Reiter mit Erfrischungen und bot frisches Wasser für die Pferde.  Seit die Sophie Wacker verstorben ist, übernahmen Ingrid und Wilfried Becker diese Aufgabe. Auf der alten Wirtshauswiese werden nun Tier und Reiter mit Erfrischungen und einer Brotzeit versorgt. Heuer kamen an die 50 Reiter an den Rastplatz, davon waren auch 15 Italiener. Diese waren von der Gastfreundschaft so entzückt, dass sie sogar ein Ständchen auf italienisch sangen. „La Montanara“ schallte es dann ganz romantisch durch Oberharthausen. Als Pferd und Reiter gestärkt waren, begab man sich auf das letzte Teilstück für heute über Straubing nach Mitterfels.

Die Dorfgemeinschaft bedankt sich recht herzlich bei Ingrid und Wilfried Becker für die nette und freundliche Versorgung der „Gäste aus Freising“. Somit wird die alte Tradition der Rastmöglichkeit für die Wanderreiter in Oberharthausen im Sinne unserer verstorbenen Wirtin Sophie Wacker weitergeführt.

Den Wanderreitern wünschen wir schönes Wetter und viel Glück bis nach Waldkirchen.
Mögen sie Oberharthausen in guter Erinnerung behalten!

 

Ein Pferd ohne Reiter ist immer noch ein Pferd,
aber ein Reiter ohne Pferd ist nur noch ein Mensch.

 

 

Bilder von Ingrid Becker

 

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 Wanderritt von Freising nach Waldmünchen


Der Ritt von Freising nach Waldmünchen ist ein Sternritt, bei dem ständig neue Reiter dazukommen. Die Strecke ist nicht festgelegt, jeder Gruppe sucht sich ihren individuellen Weg, möglichst auf Nebenstrecken und unter Vermeidung belebter Straßen. Pro Tag werden etwa 40 bis 50 Kilometer zurückgelegt. Die Strecke ist 250 Kilometer lang und wird an 6 Tagen geritten.

Treffpunkt Freising Tüntenhausen

1. Reittag: Freising - Marzling (7,5km) - Moosburg (15,3km)

 

2. Reittag: Moosburg - Niedermünchen (20,3km) - Oberhatzkofen(16,9 km)

 

3. Reittag: Oberhatzkofen – Jellenkofen (19,6km) – Jellenkofen -  Hart (19,8 km)

 

4. Reittag: Hart – Straubing (29km) – Mitterfels (20,5 km)

 

5. Reittag : Mitterfels – Altrandsberg (26,2km) – Chamerau (11,1km)

6. Reittag: Chamerau - Althütte (26,2km) - Waldmünchen (9km)
                 (Begrüßung durch Trenck den Panduren - mit Spielmannszug zum
                 Marktplatz und Begrüßung durch den Bürgermeister) - Heimfahrt

 

 




 

Eine Wanderreiterin berichtet in einem Pferdeforum über die Wegstrecke in und um Oberharthausen aus den Jahren 2009 und 2010:

 

Mittwoch 12. August 2009:

Wir verzichten heute auf die Wallfahrt Haindling und blieben auf unserem nordöstlichen Weg Richtung Straubing. Durchqueren Oberholzen und machen kurz vor Oberharthausen Fresspause für die Pferde, da hier etwa der halbe Weg nach Straubing geschafft ist.

 

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Zwanzig Minuten später, inzwischen hat uns die andere Gruppe wieder eingeholt, geht’s weiter. Ein Anwohner meint, am Friedhof in Oberharthausen könnten wir die Pferde tränken. Nur wo der Eingang dort ist, vergessen wir zu fragen, reiten einfach Richtung Kirchturm und landen auf der Rückseite. Ein schmaler Durchgang verkürzt die Strecke und wirklich, vor dem Friedhof steht ein gefüllter Wassereimer und ein Anwohner, der uns gleich den Tip gibt, wir können mit den Gießkannen ja nachfüllen.
Die nachfolgende Gruppe reitet vorbei, wir folgen ihnen. Wundern uns, als sie rechts in einen Hof einbiegen, wo wir noch mehr Pferde und Reiter entdecken. Wieder eine der uns noch nicht bekannten Zwischenstationen. Aber auch wir kehren hier ein, langsam macht sich Durst bemerkbar. Wir erfahren, dass wir Glück haben, die achtzigjährige Besitzerin sei vor kurzem gestürzt, habe sich das Handgelenk gebrochen und wollte aber unbedingt rechtzeitig vor dem Ritt wieder daheim sein. Irgendjemand müsse ja die armen Reiter versorgen. Allerdings habe sie nicht so viele Gläser, na ja wir können auch aus der Flasche trinken.

 

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Mittwoch 4. August 2010

 

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Die Sonne genießend schreiten die Pferde munter voran und nach 2,5 Stunden, kurz vor Oberharthausen gibt es eine lange Fresspause, bevor wir in der Dorfgaststätte auch unseren Durst löschen dürfen. Leider haben nicht alle Dorfbewohner den neuen Termin mitbekommen, der Pferdetränkeimer an der Kirche fehlt dieses Jahr, aber in der Gaststätte können wir uns Eimer ausleihen.

 

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Aber es wird nicht nur Pause gemacht. Ein Pferd einer anderen Gruppe hat ein Eisen verloren. Kein Problem, es gibt genügend Wanderreiter die Hufbeschlagsachen dabei haben. Das Eisen wird wieder gerade gerichtet und neu aufgenagelt.

 

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Eine Stunde später machen wir uns wieder auf den Weg, die letzten 11 km immer in der Ebene des Gäubodens.

 

 

 

 

 

 

 

 





 

 


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