
Diese "Institution" von Oberharthausen hat auch heuer im Winter seine Anziehungskraft nicht verloren. Bei schneefreiem Eis und schönstem Winterwetter tummeln sich die Kleinen zum Schlittschuhlaufen und Eishockeyspielen und die Großen zum Eisstockschießen. So war es schon von jeher, daß der Zellmerweiher im Winter ein Treff für jung und alt war. Was wurden da schon im Eisstockschießn für Schlachten geschlagen mit dem "Lokalmatador" Späth Alfons, der nie einen Stock verfehlte und die "Taubn" zentimetergenau dahin schoß, wo er sie hinhaben wollte. Für optimale Bahnverhältnisse war der "Platzwart" Schneider Hans da, der schon gleich nach Mittag am Weiher erschien und den Schnee wegschaufelte. Mit einfachen Holzstöcken wurde geschossen, die noch alle der "Schützn Opa" abgedreht hatte und der "Schmid Xare" den Ring aufzog. Kein Mensch hatte damals einen Stock mit einer auswechselbaren Platte gehabt, aber der Spaß und die Treffsicherheit war genau so groß.
Aber es íst schön anzusehen, daß der alte Brauch erhalten geblieben ist, und daß sich was rührt im Winter auf dem Dorfweiher.





















