

Quelle: Straubinger Tagblatt vom 15.6.2021
Herr Pfarrer Markus Daschner hielt mit Stiftskanonikus Bernhard Gaar vom Kollegiatstift St. Johann in Regensburg feierlich den 145. Jahrestag der Herz-Jesu-Bruderschaft in der Pfarrkierche Perkam ab. Dabei konnten auch neue Mitglieder gewonnen werden. Auch unser Mesner Franz Pömmerl wurde als neues Mitglied herzlich in die Bruderschaft mit aufgenommen.
Die Dorfgemeisnchaft Oberharthausen bedankt sich bei Franz Pömmerl und den anderen Mitgliedern aus Oberharthausen für ihre Mitgliedschaft in der Herz-Jesu-Bruderschaft recht herzlich.
Möge die Liebe, die vom Herzen Jesu ausgeht, von den Mitgliedern auch in unser Dorf getragen werden!
Bedeutung der Herz-Jesu-Bruderschaft
In den allermeisten Kirchen und Kapellen, früher auch in jedem Haus im Herrgottswinkel, finden sich Herz-Jesu-Figuren oder Bilder. Das Herz-Jesu-Fest steht am Freitag, 11. Juni, im Kirchenkalender. Es wird immer am Freitag in der Woche nach Fronleichnam gefeiert. Ebenso wird jeder erste Freitag im Monat als Herz-Jesu-Freitag begangen.
In der heutigen Zeit ist die Herz Jesu Verehrung in Vergessenheit geraten. Ihren Ursprung hat sie im Johannes-Evangelium. Dort heißt es: "Nach der Kreuzigung Jesu stieß ein Soldat mit einer Lanze in seine Seite und sogleich floss Blut und Wasser heraus".
Schon in der frühen Kirche wurde das Herz Jesu als Symbol seiner Menschheit und als Ausdruck seiner besonderen Liebe zu den Menschen gesehen: Die geöffnete Seite Christi haben die Kirchenlehrer als Pforte des Heils gedeutet, aus der die Sakramente entspringen; das Blut als Symbol für die Eucharistie, das Wasser als Zeichen für die Taufe.
Die großen Mystikerinnen des Mittelalters, Mechthild von Magdeburg und Gertrud von Helfta, widmen in ihren Betrachtungen dem Herzen Jesu einen großen Raum. Ebenso eine ausgeprägte Herz-Jesu-Verehrung findet sich in den Überlieferungen von Bernhard von Clairvaux, Albertus Magnus und Franz von Assisi. Im 17. Jahrhundert führten die Jesuiten die Herz-Jesu-Andachten als Form der Volksfrömmigkeit ein. Erst 1856 wurde das Fest von Pius IX. für die gesamte Kirche übernommen. Die Weihe der gesamten Menschheit an das Heiligste Herz Jesu erfolgte im Heiligen Jahr 1900. Die mittelalterliche Mystik, durch die das Fest geprägt wurde, ist in der heutigen Zeit vielen Menschen nicht mehr zugänglich.
Vom Leben und Wirken Jesu her lädt das Herz-Jesu-Fest jedoch auch heute ein, neu über die konkrete Liebe nachzudenken, heißt es in einem Text. Jesus ist den Menschen in Liebe begegnet und hat sich ihrer angenommen. Dieses Beispiel ermuntert uns, selbst über unser Verhalten den Mitmenschen gegenüber nachzudenken. Die monatlichen Herz-Jesu-Freitage zeigen, dass es gut ist, immer wieder im Lauf eines Jahres über das Geschenk der Liebe nachzudenken. Liebe ist nie abstrakt, Menschen erfahren sie tagtäglich oder werden von einem Mangel an Liebe bedrückt. Um diese alltäglichen Erfahrungen geht es am Herz-Jesu-Fest. An ihm dürfen wir die Menschen Gottes Güte anvertrauen, die uns am Herzen liegen. Weil Gott uns in seinem Sohn Jesus gezeigt hat: Wir Menschen sind ihm nicht fremd, wir sind ihm wichtig, wir liegen Gott am Herzen!" (Quelle: Passauer Neue Presse)

Schönes altes Bild von einer Herz- Jesu-Darstellung, die am Prangertag von den Landfrauen
von Oberharthausen für einen Altar verwendet wird.



















