
Diese Woche setzte bei uns ein Tauwetter mit großen Regenmengen ein. Da denkt man zurück, wie das vor 15 Jahren war, als eine große Wasserwelle Oberharthausen flutete.
An einem Wintertag am 27.2.2006 überraschte Oberharthausen gegen 13:30 Uhr eine Wasserwelle aus Richtung Perkam kommend.
Was war geschehen?
Der Boden war tief gefroren und es setzte ein sehr starker Regen ein. Der Boden konnte kein Wasser aufnehmen. So suchten sich die Wassermassen den Weg von der Hügelkette aus Richtung Oberholzen-Kassellohe-Perkam den Weg ins tiefer gelegene Oberharthausen. Die kleinen Zubringer, sollten das Wasser in dem Böschungsgraben, beginnend hinter dem Dammwildgehege von Pömmerl, entlang des Dorfes runter in den Altbach leiten. Im Nu war der kleine Graben voll und so staute sich das Wasser großflächig beim Anwesen von Franz Pömmerl an. Der Pömmerlweiher und der Zellmerweiher waren nur noch eine große Wasserfläche, weil das Wasser auch die Straße vor dem Pömmerlhaus querte. Ein großer Teil vom Bach flutete die ganze Weide vom Zellmer samt Weiher. Auch die gesamte Pferdeweide von Mayer stand unter Wasser. Das Wasser nutze dann den Durchschlupf vom Gasserl neben dem Haus von Aigner, um die Dorfstraße zu erkunden. Vorher setzte der Wasserdurchbruch auch noch das ganze Holz von Zellmer Hubert unter Wasser. Alle tiefer gelegenen Häuser (Keller) wurden geflutet. So fielen auch die Pellets der Hackschnitzelheizung von Thekla Zellmer den Wassermassen zum Opfer. Das Haus von Schmaißer wurde auch in Mitleidenschaft gezogen, sowie auch das Anwesen von Späth mitsamt der Weide. Diese Welle kam so schnell, dass die Leute und Feuerwehren total überrascht waren. 12 Feuerwehrmänner aus Oberharthausen und 38 weitere aus Pönning, Hirschling, Geiselhöring und Mallersdorf versuchten mit Sandsäcken die Flut auf der Straße zu halten. Es rückte auch noch eine ganze Einheit vom THW an, als das Wassr schon lange Kay überflutete. Die Arbeiten vor Ort dauerten 5 Stunden, bis das Wasser mittels Sandbarrieren und Pumpen aus dem Ort geleitet werden konnte und die Straßen vom Unrat befreit werden konnten. Einsatzleiter war KBI Werner Schmitzer und KBM Jachens und Wolfgang Gruber als Kommandant vor Ort.
Damit so etwas nicht wieder passiert, hat man reagiert. Die Jagdgenossenschaft (Franz Pömmerl) und der Stadtrat (Hans Zisterer) stellten Anträge, damit für Oberharthausen ein Hochwasserschutz gebaut werde. Dem wurde auch von der Stadt Geiselhöring zugestimmt und Oberharthausen bekam 2010 einen Schutz für ein Hundertjähriges Hochwasser.
Heute können wir beruhigt dem Wasser im Vorhaltebecken zusehen, wie es das Wasser abführt. Keiner muß mehr zusammenzucken, ob die Gräben übergehen und die Keller geflutet werden.
Deshalb sagt auch hier die Dorfgemeinschaft Danke!
Danke an die Feuerwehren die vor 15 Jahren zu uns gekommen sind, um das Wasser zu bändigen!
Danke den Männern, die vorausschauend die Situation erkannten, und die Anträge für den Hochwasserschutz einreichten!
Danke der Stadt Geiselhöring für die Mittel und die Umsetzung des Hochwasserschutzes für unser Dorf!
Bilder von Franz Pömmerl, Büchner Sepp, Lachenschmidt Sepp, Sax Hein









































