

Gebet des Überbringers:
Mia kemma, mia fragnma, mia klopfma o,
ob Christus, der Heiland zu euch kemma ko.
Unsere liabe Frau is wieder auf der Reisen!
Mia mächtma ihr gern zur Herberg weisen;
mia mächtma ihr erbitten a guats Quartier,
a offens Herz und a offene Tür!
A offene Tür für Christ, unsern Herrn,
der aus Maria geboren will wern!
Liabe Leut, tuat´s uns einalassn!
Die Muatter Gottes steht drauß auf da Straßn,
und der St. Josef, der heilige Mo
und fragn bei euch um a Herberg o.
Drum kemma, drum klopfma, drum fragnma o,
ob Christus, der Heiland zu Euch kemma ko.
Mutter Gottes bei der Familie Becker in Oberharthausen
Das Frauentragen ist, soweit bekannt, bisher nicht in Oberharthausen durchgeführt worden. Herr Pfarrer Daschner führt nun heuer diesen alten Bayerischen Brauch auch in der Pfarrei Perkam ein. Wer will, kann sich zwischen 1. -24. Dezember bereiterklären, die Himmelmutter eine Nacht im privaten Haus aufzunehmen. Coronabedingt wird heuer der Hausgottesdienst nur im Kreis der Familie abgehalten.
So wurde auch in Oberharthausen angeklopft, und Ingrid und Wilfried Becker nahmen die Mutter Gottes gerne in Ihr Haus auf. Sie bekam einen ehrenvollen Platz neben einem Weihnachtsstern und einer Kerze. Hier übernachtete sie, bis sie am nächsten Abend wieder weiter zog.
Dieser Brauch, der so die Häuser der Pfarrgemeinde verbindet, ist eine schöne Art, um in der Gemeinschaft den Glauben zu stärken. Es ist auch für die Kinder ein Erlebnis, die Hl. Mutter Gottes für eine Nacht im Haus zu haben. Sonst sieht man sie ja nur in der Kirche. Somit kann dieses Ereignis im christlichen Sinn nur positiv auf die Kinder und auch auf die Familien wirken.
Danke Herrn Pfarrer Daschner für die Einführung dieses alten Bayerischen Brauches in der Pfarrgemeinde. Danke auch den Herbergseltern, Ingrid und Wilfried Becker aus Oberharthausen, für die Bereitschaft, die Himmelmutter aufzunehmen.
Text aus Enzyklika des Papstes:
In einer Zeit, in der weltweit Millionen Geflüchtete nach einer Bleibe suchen, sollten wir an sie besonders denken. Damals waren es wirtschaftliche Gründe - der Steuererlass des Kaisers Augustus - die das werdende Elternpaar Maria und Josef auf den Weg schickten. Heute treiben vor allem Krieg, Verfolgung, Folter aber auch die fortschreitende Umweltzerstörung Migranten in die Verlassenheit, vielfach ohne jeden gesetzlichen Schutz. Papst Franziskus beklagt: „Leider herrscht eine allgemeine Gleichgültigkeit gegenüber diesen Tragödien, die sich gerade jetzt in bestimmten Teilen der Welt zutragen. Der Mangel an Reaktionen angesichts dieser Dramen unserer Brüder und Schwestern ist ein Zeichen für den Verlust jenes Verantwortungsgefühls für unsere Mitmenschen, auf das sich jede zivile Gesellschaft gründet.“
Quelle: (Laudato si, 25) - Katholische Landvolkbewegung in der Diözese Regensburg
es gibt in Österreich sogar ein grenzüberschreitendes Frauentragen:
MARIAZELLER WANDERMUTTERGOTTES
Die Wandermadonna wird im Zuge der jährlichen gemeinsamen Wallfahrt der Burgenlandkroaten sowie der in Wien, Ungarn und in der Slowakei lebenden Kroaten nach Mariazell getragen. Am letzten Tag der dreitägigen Wallfahrt wird die Wandermadonna einer anderen kroatischen Gemeinde zugeteilt. Seit der Ostöffnung 1989 wird diese Marienstatue nicht nur an kroatische Gemeinden im Burgenland, sondern auch an die in Ungarn und der Slowakei, weitergegeben. Die Tradition der Wallfahrt mit einer Wandermadonna wird seit dem Jahr 1973 gepflegt. Die Gnadenstatue war ein Geschenk des Superior von Mariazell, anlässlich des 50-jährigen Wallfahrtsjubiläums. Die Idee, die Gnadenstatue innerhalb der kroatischen Gemeinde wandern zu lassen stammt vom ersten Eisenstädter Diözesanbischof Stefan Laszlo. Aus dieser Idee ergab sich eine jahrelange Tradition die bis heute gepflegt wird.



















