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Leserbrief Dr. Christian Stierstorfer:

Debatte über Beutegreifer lenkt nur ab
Zum Bericht „Landwirte unterstützen Wiesenbrüter“ in der Ausgabe vom 15. März und den darauffolgenden Leserbriefen:Die einstmals häufigen Bewohner unserer Agrarlandschaft wie Kiebitz oder Feldlerche verzeichnen katastrophale Bestandseinbrüche. In der Debatte um die Gründe sowie effektives Gegensteuern werden immer wieder Raben- und Greifvögel als Ursache genannt, weshalb Schutzmaßnahmen nicht greifen. Dazu ist Folgendes festzustellen: Es gibt unzählige Studien über die Ursache des Rückgangs der Wiesenbrüter. Sie alle haben bezüglich des Handlungsbedarfs folgende Botschaft: An erster Stelle sollten Maßnahmen zur Habitatgestaltung stehen, wozu auch Wasserstandsanhebungen gehören. Derartige Maßnahmen stoßen aber vielerorts auf den Widerstand der Flächennutzer. Das ist durchaus verständlich, denn die gesellschaftlich gewollte Entwicklung ging in der Vergangenheit jahrzehntelang in die gegenteilige Richtung: Die flächige Entwässerung und brachiale Kanalisierung der Flüsse waren das Ziel. (...)Hinsichtlich des Einflusses der Beutegreifer und Rabenvögel muss man differenzieren: Für mittlerweile extrem seltene Arten wie den Großen Brachvogel können passive Schutzmaßnahmen wie Elektrozäunungen des Brutgebietes sinnvoll sein. Werden dadurch Füchse und Wildschweine abgehalten, führt das nachweislich zum Bruterfolg. Greifvögel und Rabenkrähen spielen in den meisten Fällen keine dominante Rolle. Längerfristige Perspektiven müssen sich an der Lebensraumverbesserung ausrichten.Manche Menschen haben trotzdem den Eindruck, es gebe „zu viele“ Rabenvögel. Dazu ist festzustellen, dass die jährlichen Jagdstrecken in Bayern etwa bei der Rabenkrähe mittlerweile bei weit über 60 000 Tieren und bei der Elster bei gut 20 000 Tieren liegen. Ob dies sinnvoll ist, sei dahingestellt. (...)Generell muss man bei der pauschalen Forderung nach Bestandsregulierungen betonen, dass die vielfältigen Zusammenhänge in der Natur äußerst komplex und bei Weitem noch nicht verstanden sind. (...) Wer hat die Weisheit, hier „regulierend“ eingreifen zu können, wenn noch Zufallsereignisse wie ungewöhnliche Wetterlagen, Krankheitsepidemien, die nicht wenigen Opfer des Straßenverkehrs, stark schwankende Bestände in den unteren Nahrungsebenen (zum Beispiel Mäuse) hinzukommen?Der Fokus auf die Verbesserung der Lebensräume ist somit fachlich sinnvoll und wohlbegründet. Die Debatten über Rabenvögel und Beutegreifer lenken hingegen von den Hauptursachen des Artenschwundes ab. (...)

Dr. Christian Stierstorfer,Landesbund für Vogelschutz

 

 Antwort von Franz Pömmerl:

 

„Immer sind nur die Landwirte schuld!“
Zum Leserbrief von Dr. Christian Stierstorfer „Debatte über Beutegreifer lenkt nur ab“ in der Ausgabe vom Samstag:Niemand von uns Landwirten bestreitet, dass die Kiebitze und Feldlerchen weniger sind als früher, niemand bestreitet die Klimaerwärmung. Es nervt halt, dass alles Schlimme anscheinend von der Landwirtschaft ausgeht. Ich möchte nochmals betonen, dass die Bauern immer schon bereit waren, viel für die Natur und die Vögel zu tun und wenn es Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität in der Vogelwelt gibt, werden die Landwirte mitmachen. Sie tolerieren zum Beispiel jetzt schon die Wiesenweihe in den Getreidefeldern, sie freuen sich alle Jahre, wenn die Schwalben in die Ställe zurückkehren und ihre Jungen großziehen.Aber durch den übertriebenen Tierschutz müssen immer mehr Bauern ihre Tierhaltung aufgeben, darum werden auch die Schwalben weniger (ist dann auch wieder der Bauer schuld daran?). Schleiereulen brüten in den Stadeln der Bauern. Sie lassen Brutkästen aufstellen, damit die ihre Jungen aufziehen können usw. In den Ausführungen von Dr. Stierstorfer sind Maßnahmen aufgeführt, dass anscheinend nur die Landwirtschaft etwas zur Verbesserung der Vogelbestände tun kann. Es werden Studien und Gutachten als Grundlagen für solche Behauptungen vorgebracht. Wir niedriges Volk könnten uns solche Untersuchungen nicht leisten, wir besinnen uns lieber auf unser logisches Denken und Sehen und wir beobachten, dass Rabenvögel (so viele wie noch nie) wie in einer Treibjagd über unsere Felder ziehen und ihren Hunger mit allem stillen, was ihnen vor die Schnäbel kommt, wie sollen Kiebitze oder Lerchen eine Chance zur Vermehrung bekommen. In den Donaugebieten sind die Graugänse zur Plage geworden.Wie sollten sich die Bodenbrüter entwickeln können, wenn nicht eingegriffen wird. Wenn Menschen mit aller Gewalt alles schützen wollen, was ihnen in den Sinn kommt, und elektrische Zäune um brütende Vögel machen, setzt der logische Verstand aus.

Franz PömmerlOberharthausen

 

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