Zweiter Teil der Verse von Josef Weiss....

Sepp Weiß mit Schwiegertochter Angela im Fasching
Ein Unfall!
Alle Sirenen san eingschalt – so laut sans heut scho,
wia denn immer wieder etwas unvorhersehbar passieren denn ko.
Doch dir is des gleich – und an mir fohrns vorbei,
solang es uns ned betrifft ist uns des meist einerlei.
Morgen wissen wir es ja – wenn´s in der Zeitung drinnen steht,
auch dein Name könnt deswegen mal vorkommen – täusch de fei ned.
Wir leben nun mal in der heut so hastigen Zeit,
und vor einem Unfall ist in dieser Welt noch keiner gefeit.
Sei stets vorsichtig, bedancht- mit dir stets im Reinen,
wäre ein Unfall voraussehbar – dann gäbe es keinen.
Vom Stier
A kloans Deandl weist a Kuah,
dahin so auf der Straßn.
Der Pfarrer kimmt daher – er fragt´s
und schnuffelt mit der Nasn.
Wo roast denn mit deim Küahal zu?
Zum Stier sagt´s Nannerl glei,
da aber fahrt der Pfarrer auf,
der Zorn fohrt in eam nei.
Des könnt doch a so masselt er,
moan i dein Vadda moacha.
Na sagt des Deandl bluadig ernst
Des san dem Stier sein Sachan.
Rate mal
Leut hört´s mir zua – was für a Gschichtl i bring
I hab Studien gmacht – über a gar seltsams Ding
Des Ding hat a jeder – ob arm oder reich
Ob Weibl – oder Mandln – des is ziemlich gleich.
Seit de Menschheit besteht – hat´s dies Ding scho gebn
Und es wär gar nicht wichtig – kunnts leicht ohne eam leben.
Es is ja so einfach – und grad dies is kurios
lang bhalts meist koana – man bringt´s gern wieder los.
Es is fast ned wert – das ma darüber redt,
doch an dem Problem vorbei – kimmt koana von uns net.
Dies ham Kinder und Leut – sogar d´Staatsdiener und Kaiser,
der Oane sagt´s laut raus – der andere dezent, etwas leiser.
Woraufs hinauswui – i glaub, daß a jeder scho woaß,
des saublöde Gschichtl – es handelt vom Schoaß,
es dringt ganz plötzlich – in Menschn innerlich nei,
a so a selsame Luft – und ganz komisch tuat´s sei.
Da hat´s fei so manchen – scho ganz schön derwischt,
wenns wieder naus will de Luft – mit Duftstoff vermischt.
So kloa sans oft de Krüppeln – hat mancher scho gscholtn,
derweil kannst es oft – mit zwoa Händ ned derhaltn.
Und mancher hat sich scho – aufglöst in Luft
der hat sich ganz einfach – von selber verduft.
und wißt´s waas sich – nah am meisten freut
De verschonen net a Mal – die holde Weiblichkeit.
Da gibt´s verschiedene Sorten – die lauten und die staaden
Schmackhafte, geschmacklose – und die verdrahten
Derstaade is meist – der größere Schuft
Er kimmt ohne Vorwarnung - und verpesst de ganz Luft.
Der Laute, der is da scho – weitaus gsünder,
er wirkt zwar fürs Ohr – sonst is meist nix dahinter.
Der Arzt sagt, des muaß sei – des is gar gsund,
wenn der Oane sagt Kilo und der andere Pfund.
Da hamms scho studiert drüber – de Gelehrten und Größen,
dies Problem is einfach da – und es is ned zu lösen.
I will mi mit der Sach – net weiter befassen,
wenn er a mal da is – dann muaß man halt gehen wieder lassn.
Wenn´s manchmal ned passt
Du bist auf da Welt – und mochst oft so a Gschiß,
weil dir manches ned passt – wias – hoid grod a so is.
Bist oft glei enttäuscht – stehst do ganz alloa,
wenn du was ned dürfen derfst – und der andere derfs toa.
Brauchst di ned glei ärgern – wenns geht mal ned gred,
du bist wenigstens gsund- und der andere – vielleicht ned.
Auch der mit den starken Ellbogen – kimmt manchmal ned draus,
vielleicht – gleichst du mit Bescheidenheit und Überlegung gar manches aus.
Wia morgen die Lage aussschaut – weiß von uns koana gwiß,
aber des wissma, dass nach a paar Tag – oft manches bedeutungslos is.
Wia schnell san menschliche Ansichten unwichtig – wia vom Nebel verwischt,
weil Gottes Vorsehung – doch mit ganz andere Karten mischt.
Dies bisserl Leben – ist die ganze Aufregung – doch oft gar ned wert,
jetzt werds denka – dem seine Überlegungen san gar ned so verkehrt
Auf dieser welt kommt doch alles – meist- wias kommen grad mag,
bedenk aber in der Ewigkeit – san 1000 Jahr – höchstens oa Tag
In dera ungerechtn Welt – mei – do werds stets „stinka“ und „staubn“,
aber im Jenseits – wird alles besser Freund – derfst mas glauben.
Wer meint dass mit unserem jetzigen Dasein – koa anders mehr kimmt,
der is dumm – weil er sich selbst jegliche Hoffnung nimmt.
Nur wer mit dem Nachbarn im Reinen is - und suacht täglich sein Gottvertrauen
Der kann mit sich zufrieden sein – beruhigt – in die Zukunft schaun.


















