Hallo zusammen,
dieses kleine Gedicht von mir ist als Spaß gedacht. Ich hoffe dass sich die erwähnten Personen nicht ärgern...
Herbst in Odhausen
Herbst wird wenn da Aigner Hanne
mit seim Tiger im Rübenfeld fahrt
und wenn auch der Zellmer Mane
d´Erdäpfeln bis zur Schor rauf hod.
De Nebl kemman, de Nosna schlackern,
man siegt no Bauern draust beim Ackern,
de deckan s´Johr mit Erdn zua
und des Feld hod boid sei Ruah.
Des Johr krabbelt langsam aus dem Haus
de Katz bringt ma no a Maus
legts ma vor mei Drischeibl hi
wei i z´bled zum Fanga bi.
Aus´m Unterdorf kimmt da Schiaßl Hans,
vo weitm dampft er wia a oida Lanz
und da Stumpn in seim Mei
brennt wia a nasser Bindl Heu.
De Schmiedin raamt de Bettl o,
blos an Zuckerhuat den hods no do,
der hoid se bis zum ersten Schnee
de Gerda schreit juchee, juchee!
Am Stammtisch vor dem Erdäpflbunker
sitzen die alten Herrn noch munter
an Danner siegt ma den Herbst scho o
weil er hod s´erstmoi Seckl dro.
Der Finscha kimmt mit dem Radl daher
sei Eierkerbl is ganz schwer,
mit Eier hod er jetzt koa Noat
weil da Fuchs is doat, der Fuchs is doat.
Durch die Stille hört ma laut
wia da Zellmer Luk am Amboss haut,
neie Eisen braucht a Heiter
dazwischen reimt er Gstanzl weiter.
Auf einmal fällt ein lauter Schuß,
ein Reh sein Leben geben muß,
das Dammwild ist jetzt mild und zart,
grod wia dem Pömmerl Franz sein Bart.
Die Blätter falln jetzt auf die Gräser,
der Englberger Sepp kimt mim Laubbläser,
der hod Kraft wia a Schmied,
der reißt sogar Würm und Käfern mit.
De Holzhackerbuam die beiden,
richten s´Hoiz her scho zum Schneiden,
schleifan d´Hocka und de Hackl,
essen nebenbei a Bärndreckpackl.
Auch die Büchner Angela richt fleißig auf,
weil der Sepp der is ganz guad drauf,
der schneid und spaltet Hoiz grod gnua
und da Co hoid se davo a Fuhr.
Die Feierwehr is no recht tüchtig,
wintern d´Schläuche ei, des is wichtig,
wässerten nochmals alle Hydranten,
bevor sie sich zum Bier hin wandten.
Der Kommandant schreit: Freibier für alle!
Das freut die Feuerwehrmänner in der Halle,
nur für den Vorstand is des a Plog,
weil er lieber ein gelb´s Limo mog.
Der Winter steht schon vor der Schwelle,
des Johr verliert an Hast und Schnelle,
in der Stubn da kracht des brennad Hoiz,
und vom Weihnachter gibt’s a Griebenschmoiz.
De Familie ruckt wieder näher zamm,
wia d´Fackerl an de Lampn dran,
so is´s schee mit der staadn Zeit,
wenn olle hamm daran a Freid.
So lass ma´s Johr jetzt ummegeh
und frein uns auf den ersten Schnee,
auf Geschichten die gehn ins Herz,
auf´s Schneeglöckerl wenn´s wieder kimmt im März.
(Sax Hein )