In der Beschreibung des Bistums Regensburg 1723/24 über die Kirche Atting findet man die Prozessionen, welche auch die Filialkirchen wie z.B. Oberharthausen zu verrichten hatten. So gab es damals schon die Wallfahrt nach Haindling am Pfingstmontag.
Zu den großen Wallfahrtstagen waren zusätzlich 10 bis 12 Patres aus dem Kloster St. Emmeram (Regensburg) in Haindling anwesend. Rund 60 Pfarreien, bis von Freising, Landshut, Landau und Regensburg kommend, pilgerten alljährlich zur Muttergottes nach Haindling. Allein am Pfingstmontag kamen 14 Pfarreien, die ab dem Morgengrauen eingeläutet wurden.
In jahrhundertelanger Bau- und Umbautätigkeit hat das Kloster St. Emmeram ein einzigartiges Wallfahrtszentrum geschaffen, das zu den bedeutendsten Gnadenstätten des bayerischen Kurfürstentums zählte, nach Bogen und Sossau die drittälteste in unserem Gebiet und älter als Altötting.
Auch heuer fand wieder die Sternwallfahrt nach Haindling statt. Pönning und Oberharthausen treffen sich immer am Marterl bei Oberholzen um dann Richtung Tuffing zu marschieren. Bei dem Weiler Groß ist der Anschluß mit der Pilgergruppe von Perkam/Hirschling/Faunhofen. In einem gemeinsamen Zug wird dann weitermarschiert und in die Kirche eingezogen. Natürlich muß jeder beim Eingang der Kirche den „Eiskoidn von Haindling“ berühren um zu bestätigen, dass er nach wie vor eiskalt ist. Heuer feierte Pfarrer Daschner eine Hl. Messe zusammen mit einer Pilgergruppe aus Bayerbach, die schon seit 5:00 Uhr morgens unterwegs waren.
Die Dorfgemeinschaft freut sich über die zahlreiche Teilnahme an der alten Wallfahrt. Schön dass so uralte Prozessionen bis in die heutige Zeit überlebt haben, und dass es trotz aller Ablenkungen der Spaßgesellschaft Bürger gibt, welche die alten christlichen Werte pflegen und erhalten.
Die Dorfgemeinschaft ist stolz auf Euch!
