
Zeitungsbericht vom 24.3.2016
FFW-Abordnung beim Gratulieren zum 80. Geburtstag von Sepp Danner
Wenn die Feuerwehr von Oberharthausen in Mannschaftsstärke ausrückt, dann handelt es sich in der Regel um einen Einsatz oder um einen Besuch einer Fahnenweihe. Nicht so war es am 17. März, als sich ein Trupp Feuerwehrmänner mit dem „Ausgehanzug“ zusammenfand. Sie hatten diesmal ein anderes Ziel. Diese mächtige Abordnung machte sich auf dem Weg zu Sepp Danner, dem jahrelangen Kommandanten von Oberharthausen, um ihm zu seinem 80. Geburtstag recht herzlich zu gratulieren. Vorstand Uli Aigner und Kommandant Peter Schneck übergaben dem Jubilar einen Geschenkkorb mit Bieren. Dann wurde in gemütlicher Runde gefeiert. Als die FFW´ler spitz kriegten, dass nach ihnen noch die Veteranen um Hans Stierstorfer zum Gratulieren kommen, machten sie sich einen Spaß und leerten im Stile einer Büffettfräse die Wurstplatten ab. Sie sagten sich, die alten Veteranen, das bisserl was die essen, das können sie auch trinken.
Bilder von der Gratulation von Franz Märkl und Peter Schneck:
Sepp Danner der Feuerwehrkommandant
Sepp Danner ist am 14.10. 1952 in die FFW Oberharthausen eingetreten. Von 1963 bis 1977 war er 14 Jahre stellvertretender Kommandant, und von 1977 bis 1994 17 Jahre 1. Kommandant der FFW Oberharthausen. Im Oktober sind es dann heuer 64 Jahre, die der Sepp der Feuerwehr Oberharthausen die Treue hält. Bei einer Hochzeit wären 64 Jahre die Himmelhochzeit.

Abzeichen in Bronze 1963
von links: Kommandant Wild Karl, Danner Josef, Schreiner Anton, Mayer Xaver, Zellmer Hubert,
Eichmeier Josef, Wild Albert, Märkl Willi, Wild Karl junior
Unter dem Kommandanten Sepp Danner machten die neu dazu gekommenen Feuerwehrler mit einem Trupp die verlangten Leistungsabzeichen. Ausbildungsleiter war damals der allseits beliebte Hofmeister Franz aus Geiselhöring, der mit Ruhe und Können die jungen Burschen jahrelang besonnen betreute und zum Abschluss führte. Es wurde zu einer Leistungsprüfung täglich eine Woche lang geübt, und am darauffolgenden Freitag oder Samstag dann die Prüfung gemacht. Es wurden alle Prüfungen bestanden.
Sepp Danner war es auch, der maßgeblich das größte Dorffest von Oberharthausen fast im Alleingang organisierte, nämlich die Fahnenweihe im Juli 1979. Dieses rauschende 3 Tage-Fest ist heute noch den Älteren in bester Erinnerung. Sepp Danner zeigte dabei viel Organisationsgeschick, und er verstand es die jüngeren Feuerwehrler gut mit einzubinden. Er hatte zudem gute Kontakte, so dass es weder an Prominenz noch an Unterhaltung durch die Musikkapellen fehlte.
Sepp Danner liebt das Gesellige und er liebt gute Brotzeiten. So war es um das leibliche Wohl der Feuerwehrkameraden unter seiner Regie immer gut bestellt. Nach dem Fahnenweihumzügen war er es, der sofort für eine schöne Brotzeit und frische Massen für seine Kameraden sorgte. An diese Zeiten denkt man gerne zurück.
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Fahnenweihe 1979: Männer der FFW
unten, von links: Schmaißer Joh., Lachenschmidt Jos., Gruber Wolfgang, Schneck Peter, Danner Josef
2. Reihe li.: Zisterer Hans, Weiß Hans, Märkl Franz, Schrock Roland, Aigner Johannes.
3. Reihe li.: Mayerhofer Walter, Aigner Jos., Schrock Sigfried, Aigner Alois, Braun Gerhard
4. Reihe li.: Schreiner Anton, Mayer Xaver, Märkl Xaver, Pömmerl Franz, Zellmer Hubert
5. Reihe li.: Stautner Fred, Sax Heinrich, Späth Alfons, Wild Karl, Englberger Sepp
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Fahnenweihe 1979: Gruppenbild
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Fahnenweihe 1979: Fackelzug der FFW Oberharthausen zum Kriegerdenkmal
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Fahnenweihe 1979: Kirche im Zelt mit Pfarrer Karl Zirngibl

Fahnenweihe 1979: Gruppenbild aller Geehrten von Oberharthausen
Videoclip von der Ehrung der Krieger- und Soldatenkameradschaft
(zum Abspielen Video anklicken!)

Abholung und Gstanzlsingen bei der Fahnenmutter Marianne Aigner von Grollhof

Festzug durchs Dorf

Festzug durchs Dorf
Sepp Danner der Hochzeitlader und Gstanzlsänger
Sepp Danner ist das Aushängeschild von Oberharthausen. Keiner ist im Landkreis und darüber hinaus besser bekannt als der Sepp. Durch seine jahrelangen Auftritte als Hochzeitslader und als Gstanzlsänger kennt er bald jedes Wirtshaus und jedes Fest in Niederbayern. Er wird als „Saubauer – Danner Sepp“ angekündigt und hat so manche Schlacht mit seinem Freund Hans Schwarzensteiner, der Renate Meier (Rottal), Riegler Hias, Irmi Meierhofer (Oberbayern) oder dem „Erdäpflkraut“ Hubert Mittermeier (Halldertau) auf der Bühne geschlagen.
Der Bayerische Rundfunk schreibt zu einer Veranstaltung in Schierling:
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Josef Danner mit BR-Redakteurin |
Der Dauerbrenner in Schierling ist „Ferkelbaron” Josef Danner aus Oberharthausen, ein Stehgreifsänger mit Leib und Seele. Kaum auf der Bühne begann er auch schon die Anwesenden an den ersten Tischen auszusingen. Mit einem Wechsel von klassischen und abgesetzten G’stanzln ging er Reih um und wusste von jedem Weiblein und Männlein, zum Amüsement des Publikums, was zu berichten. Er holte sich die Aufnahmeleiterin des bayrischen Fernsehens auf die Bühne und beanstandete ihre, seiner Meinung nach, zu zarte Figur und empfahl ihr frecherweise eine „Silikonspritze”. Das Vorhaben sich von ihr ein Busserl zu ersingen gestaltete sich für ihn äußerst schwierig, aber was lange währt wurde auch für ihn gut.
Sepp Danner in Donaustauf

Hochzeitsladersingen in Cham

Sepp Danner als Hochzeitslader beim Alois Zellmer



Sepp Danner als Gstanzlsänger im Dorf
Aber nicht nur im Landkreis sondern auch im Dorf ist Sepp Danner ein gefragter Sänger. Ob beim Maibaumaufstellen, im Dorffest, im Starkbierfest oder im Weinfest, wenn es passt, dann ist der Sepp da um zu singen. Nachspielen tut ihm meistens der Stadler Wick, der die Lieder und den Sepp in- und auswendig kennt, und so bilden beide ein vorzügliches Paar. Manche haben schon gemeint, sie müssten ihm beim Gstanzl Singen im Dorf Paroli bieten. Aber gegen den Meister kommt langfristig keiner an. Man kann sich schon mal eines ausstudieren gegen den Sepp, aber dann folgt die Strafe sofort. So probiert es der Uli Aigner immer wieder ihn zu fassen, aber dann singt der Sepp den Aufmüpfigen dafür gnadenlos aus. So gibt es für die Dorfbewohner immer eine sehr schöne Unterhaltung, wenn der Sepp singt.
Sepp ist ein Alleinunterhalter, der, erst mal in Schwung gekommen, seine Witze nur so raushaut. Er weiß aber auch noch viele alte Lieder zu singen, so wie z.B. „De Schwirza vom Landl“ oder das „Straubinger Zuchthauslied“. Dazu kommt auch noch das von ein paar Knechten vom Aignerhof in Oberharthausen geschriebene Lied „Josef Aigner heißt die Firma“, das er vortrefflich zu singen weiß:
Videoclip mit dem Lied: Josef Aigner heißt die Firma
(zum Abspielen Video anklicken!)
Sepp Danner ist ein Original. Oberharthausen ist froh, so einen „Künstler“ zu haben, der jedes Fest zu einem unvergessenem Ereignis macht.
Deshalb möchte auch die Dorfgemeinschaft Oberharthausen dem Sepp alles erdenklich Gute zu seinem 80. Geburtstag wünschen.
Mögest du gesund bleiben und gute Einfälle haben, um die Dorfleute weiterhin zu derblecken. Wir freuen uns darüber und halten es schon aus.









