Als Jakobsweg (spanisch Camino Santiago) wird der Pilgerweg zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela bezeichnet. Darunter wird in erster Linie der klassische Jakobsweg verstanden, jene hochmittelalterliche Hauptverkehrsachse Nordspaniens, die von den Pyrenäen zum Jakobsgrab reicht und dabei die Königsstädte Pamplona, Burgos und Leon miteinander verbindet. Die Entstehung dieser Route fällt in ihrem auch heute noch begangenen Verlauf in die erste Hälfte des 11. Jahrhunderts. 1993 erhielt der Weg von der UNESCO den Status eines Weltkulturerbes der Menschheit zuerkannt.Von diesem Pilgerweg ging die sog. "Reconquista" aus, die Zurückeroberung Spaniens durch die Christen von den Mauren. Seit mehr als 1000 Jahren ziehen Pilger nach Santiago de Compostela um das Grab des Apostels Jakobus zu besuchen und um das "Ende der Welt" zu besichtigen.
Diesen Weg zeigte uns am Mittwoch Abend der Herr BGR Josef Schmaißer in einem Diavortrag. Eingeladen hatten die Landfrauen von Oberharthausen, und zahlreiche Interessierte waren der Einladung gefolgt. Seine Bilder führten uns angefangen von Bilbao über Pamplona, Roncesvalles, Burgos, Leon schließlich zu Santiaga de Compostella, dem Zielort des Jakoabsweges und zum „Ende der Welt“ nach Finisterre und La coruna.
Pfarrer Schmaißer zeigte in seinen Bildern die verschiedensten Bauwerke und Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke in den romanischen und gotischen Baustilen.. Er wußte die Anfänge des Pilgern genauso gut zu erklären, wie die Heiligen und lustige Begebenheiten in den Städten entlang des Pilgerweges. Die Zuhörer konnten sich in diese besondere Atmosphäre dieses Weges hineinversetzen und dankten dem Herrn Pfarrer Schmaißer zum Schluß mit viel Applaus für seinen Vortrag.
Als Zugabe zeigte er den Besuchern noch Dias von der Insel Mauritius. Mit den Eindrücken dieser wunderschönen Insel im indischen Ozean mit aller Blütenpracht und exotischen Früchten brachte uns Herr Pfarrer Schmaißer zum Schluß in eine wunderschöne Urlaubsstimmung...
Martina Pömmerl bedankte sich vom Herrn Pfarrer mit einem kleinen Geschenk für seinen interessanten Diavortrag.

Bild des Hl. Jakobus


Der klassische Jakobsweg

Jakobswege in Europa

Anzahl der Pilger am Jakobsweg

Landung mit Flieger in Bilbao...
Stadtgebiet ca. 350 000 Einwohner, mit Umland ca. 900 000 Einwohner

Weiterfahrt nach Pamplona , zu sehen hier die Kathetrale von Pamplona

Pamplona ist Heimatstadt von Ignatius von Loyola. Er war der wichtigste Mitbegründer und Gestalter der später auch als Jesuitenorden bezeichneten Gesellschaft Jesu (SJ).

Pamplona ist auch wegen seiner jährlichen Stierläufe bekannt

Weiterfahrt nach Roncesvalles, hier zu sehen Heilig-Geist-Kapelle

Kloster Roncesvalles

Weiterfahrt auf dem Pilgerweg nach Santa Maria de Eunate. Hier zu sehen ist eine romanische Kirche am aragonesischen Zweig des Jakobswegs.

Kirche Santa Maria de Eunate von innen

Bogenwerk um die Kirche von Santa Maria de Eunate

Weiterfahrt nach Santo Domingo de la Calzada
Zu sehen ist hier der Heilige Santo Domingo. Er führte ein Einsiedlerleben und war ein Förderer der Pilgerfahrt. Er nahm sich der Pilger an und baute Hospitäler.

Hühnerkäfig in der Kathedrale in Santo Domingo de la Calzada
Herr Pfarrer Schmaißer erzählte die Legende vom Wunder von Santo Domingo:
Ein Ehepaar war mit seinem Sohn auf Pilgerfahrt nach Santiago und übernachtete in Santo Domingo de la Calzada. Die Wirtstochter verliebte sich in den Jungen, aber der wollte nichts von ihr wissen. Die Verschmähte rächte sich, indem sie dem Jungen heimlich einen silbernen Becher ins Gepäck steckte und ihn dann bei der Abreise des Diebstahls bezichtigte. Der Becher wurde entdeckt und der Junge zum Tode verurteilt und gehängt. Als die Eltern nach Vollstreckung der Strafe zum Baum gingen, wo ihr Sohn hing, stellten sie fest, dass der Junge noch lebte, weil ihn der Heilige Domingo unsichtbar stützte. Daraufhin begab sich das Ehepaar zum Richter, um ihm von dem Wunder zu berichten, das die Unschuld ihres Sohnes bewies. Der Richter saß gerade am Mittagstisch und sagte verächtlich, dass der Junge so lebendig sei wie die zwei Hühnchen, die er gerade verspeisen wollte. Da erhoben sich die beiden Tiere und flogen davon.
Zum Andenken an dieses Geschehen werden in der Kathedrale das ganze Jahr über ein lebender weisser Hahn und eine lebende weisse Henne in dem gotischen Hühnerkäfig der Kathedrale gehalten.

am Jakobsweg....

Weiterfahrt nach Burgos. Die Kathedrale von Burgos wurde erbaut vom deutschen Baumeister Johannes von Köln
Cruz de Ferro (Eisenkreuz) am Pilgerweg

Reiterstandbild des spanischen Nationalhelden „El Cid“ in Burgos.
Auch der Tod des Cid ist legendär: In einem Hinterhalt tödlich verwundet, nahm er seinen Gefolgsleuten auf dem Sterbebett das Versprechen ab, den Feind erneut anzugreifen. Seinem Wunsch entsprechend band man den sorgfältig geschminkten Leichnam vor der Schlacht in voller Rüstung aufs Pferd. Sein treuer Hengst Babieca (der Legende nach ein Prototyp des weißen Andalusiers trug den Toten mit dem Schwert in der Hand ins Getümmel voran. Auf diese Weise motiviert, errangen seine Leute einen glänzenden Sieg über die von der Erscheinung des Totgeglaubten erschreckten Berber
Die Weite Spaniens ...
Weiterfahrt nach Leon. Hier zu sehen die Kathedrale 
Der ursprünglich nicht christliche Brauch, am Cruz de Ferro einen Stein abzulegen, wird inzwischen problemlos in religiös motivierte Wallfahrten integriert, indem der von zu Hause mitgebrachte Stein als Symbol der auf dem Weg hinter sich gelassenen "Sünden" respektive der schon erfahrenen Läuterung betrachtet wird. Viele Pilger nutzen das Cruz de Ferro auch, um am Baumstamm des Kreuzes persönliche Dinge, Briefe oder gar Votivgaben anzubringen

Wegmarkierungen am Pilgerweg
Das Ziel: Die Kathedrale von Santiago de Compostella
Das Pilgerziel: Reliquienschrein des Apostels Jakobus
Weihrauchfaß in der Kathedrale von Santiago de Compostella
Weiterfahrt nach La Corunà 
und zur letzten Station, zum „Ende der Welt“ Kap finisterre 
BGR Schmaißer bei der Einführung zum Vortrag
Interessierte Zuhörer..
Herr Pfarrer Schmaißer beim Vortrag
Ortsbäuerin Martina Pömmerl bedankt sich bei Herrn Pfarrer Schmaißer für seinen Vortrag mit einem Geschenk.