
Gruppenbild der Helfer beim diesjährigen Maibaumaufstellen
Am 30. April wird in Oberharthausen traditionell der Maibaum aufgestellt. So war es auch heuer wieder. Aber doch war es heuer ein wenig anders als die Jahre zuvor, weil nämlich auch die Dorfkinder auf ihrem Hügel von der Rutsche einen Maibaum errichteten.
Am Freitag vormittag wurde nach Pilling gefahren, um aus dem Wald vom diesjährigen Baumspender Sepp Büchner einen Maibaum zu holen. Dieser wurde auch mit der erfahrenen Truppe um Johannes Aigner und Alex Schneider sicher nach Hause gebracht.
Im Hof von Hans Schmaißer wurden dann die Feinarbeiten am Maibaum vorgenommen. Kräftige Burschen von der Landjugend bohrten das Loch für die Lagerwelle, schweißten einen Sicherungsring um das Baumende und entrindeten den Baum. Um 17:30 setzte sich dann in einem Troß in Richtung Gemeinschaftshaus in Bewegung. Allen voran der Maibaum der Kinder, der mit einem Rasenmäher mit Fahrer Stefan Aigner gezogen wurde. Danach der große Maibaum mit Johannes Aigner. Am Sportplatz angekommen wurden noch die Kränze und Schleifen angebracht.
Jetzt war es an der Zeit den Kindermaibaum aufzustellen. Die Buben und Mädchen vom Dorf trugen den Baum auf das Rutschenbergerl, wo dann mit Unterstützung von ein paar Männern der Baum seine Bestimmung fand. Die Freude der Kinder war groß, als der Baum dann stand.
Nun kam der große Maibaum an die Reihe. Mit erstem Anhub durch den Traktor wurden dann nach und nach die drei Zangen unter den Baum gebracht. Uli Aigner führte Regie beim Heben, und so wurde der Baum problemlos und mit Seilabsicherung von Matthias Gruber aufgestellt. Es fand sich eine große Zahl von Helfern ein, so daß die Arbeit sehr schnell erledigt werden konnte. Aigner Johannes und Alex Schneider brachten dann noch waghalsig die Wappen vom Landkreis, von der Stadt Geiselhöring und ein Schild vom diesjährigen Baumspender an.
Nach dem obligatorischen Gruppenbild wurde dann Richtung Wirtshaus Wacker gezogen. Dort hatte die Landjugend bereits einen Leberkäs und Freibier für die Helfer organisiert. Landjugendvorstand Andreas Aigner bedankte sich bei allen Helfern und rief zur Versteigerung des alten Maibaums auf. Die Versteigerung übernahm wie immer der Ortssprecher Uli Aigner. Der Baum wurde amerikanisch versteigert, was heißt, dass die Gäste immer um ein oder zwei Euro erhöhen können, bis ein Wecker abläuft. Wer dann gerade zu diesem Zeitpunkt das letzte Gebot abgegeben hatte, der war der glückliche Gewinner. Es wurde dreimal der Baum wieder neu zur Versteigerung freigegeben, nämlich einmal von Wolfgang Gruber, Aigner Hans von Grollhof und von Matthias Körffer, bis dann schließlich Michael Becker der glückliche Gewinner des Baumes war.
Es wurde danach noch lustig bei Freibier weitergefeiert und dabei alte Geschichten vom Maibaumstehlen usw. erzählt.
Die Dorfgemeinschaft Oberharthausen möchte allen Helfern recht herzlich danken. Dank auch für den Spender des großen Maibaums Sepp Büchner und den Spender des Kindermaibaums Aigner Sepp. Dank auch der Landjugend, die auch heuer wieder diesen Tag glänzend organisiert hat.
Und mit großer Freude haben wir auch das große Interesse der Buben und Mädchen an dieser Maibaumtradition wahrgenommen. Somit ist eine Weiterführung dieses alten bayerischen Brauchtums für Oberharthausen gesichert.
Weitere Bilder vom Tag sind in die Galerie eingestellt.

Kinder mit Maibaum
Kinder beim Maibaum aufstellen

Gruppenbild der Kinder

Der große Baum wird aufgestellt

Starke Männerhände sind gefragt

die Wappen und das Spenderschild wird angebracht

der Baumspender Sepp Büchner

Geschafft, der Baum steht

Bild in Laberzeitung, 3.5.2010