Herr Pfarrer Edmund Bock bei der Segnung des Hochwasserschutzes

 

Jetzt ist er also eingeweiht, unser Hochwasserschutz. Jetzt ist alles fertig, als ob es schon immer so gewesen wäre. Keine Rohre sind mehr zu sehen, kein Staub der aufwirbelt , kein Lastwagen der Sand oder Erde weg  fährt. Ja ruhig ist es wieder geworden, seit die Baufirma Streicher abgezogen ist. Nur ein langer, geschwungener Graben (der Herr Bürgermeister sprach von einem zweiten Suezkanal) und  bepflanzte, auch schon leicht begrünte Vorhaltebecken sind zu sehen, in denen ruhig das Wasser seinen Weg in Richtung Alburg sucht. Die erste Bewährungsprobe hat er heuer nach der Schneeschmelze schon mit Bravour bestanden. Es hätte heuer schon wieder Hochwasser im Dorf gegeben ist die einhellige Meinung im Dorf. Aber Hochwasser ist jetzt kein Thema mehr in Oberharthausen.

 

Nun hat der Hochwasserschutz seinen Segen bekommen. Herr Pfarrer Edmund Bock weihte den ganzen Bau ein. Die Weihe fand am 15. April am Vorhaltebecken in Richtung Perkam statt. Zur Erinnerung an den Bau wurde dort ein Gedenkstein vom Bauhof Geiselhöring errichtet. Darauf ist eine Tafel mit den Daten, mit den Förderern und Bauherrn der Maßnahme angebracht. Gestiftet hat den Gedenkstein Franz Pömmerl. Dafür ein herzliches Vergelt´s Gott.

 

Hans Stierstorfer aus Pönning hatte mit einem Planenwagen und drei prächtigen Pferden die Ehrengäste vom Gemeindehaus in einer schönen Kutschfahrt zum Vorhaltebecken gefahren. Dort warteten schon zahlreiche Gäste, die der Feier beiwohnen wollten.

 

Als erster sprach Bürgermeister Bernhard Krempl. Er ließ noch einmal den ganzen Bau in einem Rückblick passieren und dankte den beteiligten Personen. Angefangen von Bürgermeister a.D. Franz Xaver Stierstorfer, der als verantwortlicher Bürgermeister den Antrag der Jagdgenossenschaft von Oberharthausen aufnahm. Weiterhin dankte er dem vorigen Chef des Bauamtes Geiselhöring, Herrn Rudi Haslbeck, für seine Arbeit vor Ort. Durch sein Verhandlungsgeschick konnten vielerlei Schwierigkeiten beseitigt werden. Auch das Planungsbüro KEB, die Herren vom Wasserwirtschaftsamt und die ausführende Baufirma Streicher wurden lobend erwähnt.

 

Nach den Worten des Bürgermeisters ergriff Herr Pfarrer Edmund Bock das Wort, und den Weihwasserpinsel, um den Hochwasserschutz mit Gottes Segen seiner Bestimmung zu übergeben. Entgegen der sonstigen Gewohnheit des Herrn Pfarrers, wurde aber das Vorhaltebecken nicht durch größere Mengen an Weihwasser auf seine Belastungsfähigkeit geprüft. J

 

Den Abschluss der Reden machte unser Ortssprecher Uli Aigner. Er dankte der Stadt und allen Beteiligten für das Zustandekommen dieser Baumaßnahme. Er fand aber auch anerkennende Worte für die Anrainer, die erst durch den Grundstücksverkauf den Bau ermöglichten.

Nach dem offiziellen Akt wurde im Gemeinschaftshaus entsprechend gefeiert. Zur Überraschung aller trug Rudi Haslbeck seine Erinnerungen an den Bau und zur Erheiterung der Gäste in Versform vor. Dafür erhielt er großen Applaus. Nach dem Essen wurden  Bilder vom letzten Hochwasser in Oberharthausen und von den Bauarbeiten zum Hochwasserschutz gezeigt. Der Abend endete mit einem gemütlichen Beisammensein, das sich bis in die Morgenstunden erstreckte....

 

Auch die Dorfgemeinschaft möchte sich nach Abschluss der Arbeiten bei allen Beteiligten bedanken:

  • angefangen von Bürgermeister a.D. Franz Xaver Stierstorfer, der sofort den Antrag der Jagdgenossenschaft Oberharthausen in seine Planungen aufnahm
  • bei dem Nachfolger Bernhard Krempl und dem Stadtrat, die mit großer Mehrheit die Notwendigkeit des Bauvorhabens erkannten und die Kosten dafür bewilligten und auch die Zuschüsse dafür beantragten und einholten.
  • bei Rudi Haslbeck, der die Gespräche und Verhandlungen mit den Beiteiligten vor Ort mit äußerstem Verhandlungsgeschick und Zähigkeit trotz verschiedener Rückschläge immer wieder aufnahm und zu einem guten Ergebnis zu Ende brachte.
  • bei seinem Nachfolger, Herrn Stefan Singer, der die Abschlußarbeiten souverän koordinierte.
  • bei dem Planungsbüro KEB, das die Bauplanungen zur Zufriedenheit aller nachweislich erfolgreich vorbereiteten und den Bau begleiteten.
  • bei dem Wasserwirtschaftsamt, die den Bau in diesem jetzigen Umfang  für ein 100jähriges Hochwasser forderten.
  • bei der Baufirma Streicher, die zeigen konnten, dass ihr vorauseilender guter Ruf gerechtfertigt war. Schade nur, dass an der Feier niemand teilnahm. Wir haben gehört, dass unsere Jungs mit dem Kapo Mich an diesem Tag wieder am Flughafen Erding arbeiteten. Jedenfalls gilt ihnen unser besonderer Dank!
  • bei den beteiligten Firmen, wie z.B. Erwin Kammermeier für die Bepflanzung der Vorhaltebecken und die Errichtung der Pferdekoppel und bei Fa. Leipold Geiselhöring für den schönen Pferdeunterstand.
  • bei dem Ingenieurbüro Eska für die Erstellung der landschaftsplanerischen Begleitplanung
  • bei allen Anrainern, die sich alle ausnahmslos in den Dienst der Sache stellten und zum Wohle des Dorfes Flächen zur Verfügung stellten.
  • beim Ortssprecher Uli Aigner, der sich vorbildlich für die Belange des Dorfes rund um den Bau einsetzte, und die Anliegen der Dorfbewohner in die Gremien des Stadtrates brachte.

 

Möge der Bau jetzt seine Bestimmung zum Schutz des Dorfes erfüllen, auf dass Oberharthausen in Zukunft vor Hochwasser verschont bleibe!

 

 

Zeitungsbericht von Elisabeth Ammer