Wie man von weitem schon sehen kann, ist die Kirchturmspitze von Oberharthausen seit ein paar Monaten ohne Kreuz. Die Firma Zambelli hat das Kreuz am 10. Mai abgebaut. Der Wiederaufbau verzögert sich jetzt bis in den Herbst, da die Firma einen Großauftrag bekommen hat, und deshalb momentan keine Zeit hat, das Kreuz wieder anzubringen. Die Restaurierung war notwendig geworden, weil die Kirchenverwaltung befürchtete, dass Schäden am Kreuz dazu führen könnten, das Wasser in den Turm eindringt.

 

Der Abbau des Kreuzes war ja auch nicht ganz ungefährlich, da zuerst jemand durch das Turmfenster aussteigen musste, um dann mit einer eingehängten Leiter nach oben zu klettern. Dann konnte nach dessen Befestigung erst der Hebekran aufgebaut werden. Also dieser Beruf ist nichts für Leute mit Höhenangst, hat doch der Turm eine Höhe um die 30 m. Der offene Spitz am Turm wurde einstweilen mit Folie umwickelt, um den Regen abzuhalten.

 

Als das Kirchturmdach 1974 das letzte mal renoviert wurde,  kam es noch zu einer anderen Begebenheit. Der wagemutige Fred Stautner kletterte damals auch aus der Kirchturmluke auf die Leiter heraus, und erschreckte die Leute im Dorf vom Turm herunter. Das war ihm auch geglückt, was heute noch ein paar Oberharthausener bezeugen können. Er war damals überhaupt nicht gesichert, was auf keinem Fall nachahmenswert ist…

 

So, nun müssen die Oberharthausener halt jetzt noch ein paar Wochen warten, bis das neu vergoldete Kreuz wieder über das Dorf erstrahlen kann. Wie lange die Kugeln jedoch golden glänzen wird man sehen, weil doch eine Krähe ihren Stammplatz auf der obersten Kugel des Kreuzes hat. Sie macht sich wahrscheinlich vor Höhenangst ein wenig in die Hosen, was man an den Bildern vom abmontierten Kreuz sehr gut sehen kann….