
Linksabbiegespur erhöht Sicherheit
(Bericht Staubinger Tagblatt vom 17.11.2011)
Baumaßnahmen auf St 2142 bei Ringenberg seit Mitte Oktober beendet
Seit Mitte Oktober trägt eine Linksabbiegespur auf der Staatsstraße 2142 bei Ringenberg zu mehr Verkehrssicherheit bei. An dieser Stelle war es in den vergangenen Jahren immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen gekommen. Der Freistaat Bayern, der Landkreis und die Stadt sahen deshalb Handlungsbedarf und realisierten in wenigen Wochen das 170 000 Euro teure Projekt, dessen gesamte Kosten der Freistaat trägt.
Die Kreisstraße 18 liegt an der Nahtstelle zwischen Stadt und Landkreis. Bereits 2006 war der Bau einer Linksabbiegespur an der St 2142 an der Einmündung der SR 18 in den Unfallkommissionen von Stadt und Landkreis beschlossen worden, stellte Landrat Alfred Reisinger im Beisein von Vertretern der angrenzenden Gemeinden, der Polizei, der beteiligten Behörden und der Baufirma beim Ortstermin am Mittwoch fest. Laut Auswertungen der Unfallkommissionen hatten sich im Zeitraum 2003 bis 2005 dort sechs Unfälle ereignet, wovon zwei tödlich verliefen. "Die Gremien kamen zu dem Schluss, dass eine Beschilderung an der Einmündung keine dauerhafte Lösung des Problems bringt", erzählte Reisinger. Stattdessen empfahlen sie eine Linksabbiegespur, die die Verkehrssicherheit an dieser Stelle verbessern und das Unfallaufkommen reduzieren könnte.
Zur Realisation des Projektes kam es erst im September dieses Jahres, berichtete Robert Wufka, Leiter des staatlichen Bauamtes Passau. Zuvor hatte die Stadt den Bau der Linksabbiegespur nicht erlaubt, weil dafür drei Bäume entfernt werden mussten, die sich dort unmittelbar am Fahrbahnrand auf dem Stadtgebiet befanden.
Zwei Jahre später stimmte die Stadt dem Vorschlag des staatlichen Bauamtes zu, für die Bäume an anderer Stelle Ausgleich zu schaffen. Bereits im Herbst 2010 wurden laut Robert Wufka deshalb neun Eichen bei Alburg als Ersatz für die städtischen Bäume gepflanzt. Eine ähnliche Lösung war vom Landkreis bereits 2009 akzeptiert und das Flurkreuz und die vier Bäume, die auf dem Gebiet des Landkreises standen, entfernt worden.
"Dieses Beispiel zeigt, wie um Straßenbaulösungen gerungen wird", sagte Robert Wufka und zeigte Verständnis für die Diskussionen in der Stadt. "Allerdings endeten die schweren Unfälle fast ausschließlich an den Bäumen, weshalb wir den Schutz der Verkehrsteilnehmer über die Belange des Naturschutzes stellen mussten."
Letztendlich habe die Entfernung der Bäume mehr Zeit in Anspruch genommen als erwartet, stellte Landrat Alfred Reisinger fest. Trotzdem sei das Projekt zügig durch das staatliche Bauamt erledigt worden, lobte er und betonte die Bedeutung der Maßnahme. "Mit der Linksabbiegespur leisten wir einen Beitrag zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr." - fra -
Die Kreisstraße 18 liegt an der Nahtstelle zwischen Stadt und Landkreis. Bereits 2006 war der Bau einer Linksabbiegespur an der St 2142 an der Einmündung der SR 18 in den Unfallkommissionen von Stadt und Landkreis beschlossen worden, stellte Landrat Alfred Reisinger im Beisein von Vertretern der angrenzenden Gemeinden, der Polizei, der beteiligten Behörden und der Baufirma beim Ortstermin am Mittwoch fest. Laut Auswertungen der Unfallkommissionen hatten sich im Zeitraum 2003 bis 2005 dort sechs Unfälle ereignet, wovon zwei tödlich verliefen. "Die Gremien kamen zu dem Schluss, dass eine Beschilderung an der Einmündung keine dauerhafte Lösung des Problems bringt", erzählte Reisinger. Stattdessen empfahlen sie eine Linksabbiegespur, die die Verkehrssicherheit an dieser Stelle verbessern und das Unfallaufkommen reduzieren könnte.
Zur Realisation des Projektes kam es erst im September dieses Jahres, berichtete Robert Wufka, Leiter des staatlichen Bauamtes Passau. Zuvor hatte die Stadt den Bau der Linksabbiegespur nicht erlaubt, weil dafür drei Bäume entfernt werden mussten, die sich dort unmittelbar am Fahrbahnrand auf dem Stadtgebiet befanden.
Zwei Jahre später stimmte die Stadt dem Vorschlag des staatlichen Bauamtes zu, für die Bäume an anderer Stelle Ausgleich zu schaffen. Bereits im Herbst 2010 wurden laut Robert Wufka deshalb neun Eichen bei Alburg als Ersatz für die städtischen Bäume gepflanzt. Eine ähnliche Lösung war vom Landkreis bereits 2009 akzeptiert und das Flurkreuz und die vier Bäume, die auf dem Gebiet des Landkreises standen, entfernt worden.
"Dieses Beispiel zeigt, wie um Straßenbaulösungen gerungen wird", sagte Robert Wufka und zeigte Verständnis für die Diskussionen in der Stadt. "Allerdings endeten die schweren Unfälle fast ausschließlich an den Bäumen, weshalb wir den Schutz der Verkehrsteilnehmer über die Belange des Naturschutzes stellen mussten."
Letztendlich habe die Entfernung der Bäume mehr Zeit in Anspruch genommen als erwartet, stellte Landrat Alfred Reisinger fest. Trotzdem sei das Projekt zügig durch das staatliche Bauamt erledigt worden, lobte er und betonte die Bedeutung der Maßnahme. "Mit der Linksabbiegespur leisten wir einen Beitrag zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr." - fra -
Bilder von Ludwig Stadler und Rita Kanert


















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