
Der Reiseweg von Pfarrer Josef Schmaißer
Am Donnerstag Abend war in Oberharthausen Wüstenluft zu schnuppern. Herr Pfarrer Josef Schmaißer war es, der den Besuchern im Gemeinschaftshaus Oberharthausen die heiße Landschaft von Marokko erklärte. Er hielt vor staunenden Zuhörern einen interessanten Diavortrag über seine Reise im Jahr 2000. Um den Gästen die Strapazen der Reise näherzubringen, hatte der Ortssprecher Uli Aigner das Gemeinschaftshaus mit gefühlten 50° Celsius vorgeheizt...
So wie er es immer zu tun pflegt, erklärte der Herr Pfarrer zuerst die Gepflogenheiten des Landes, angefangen von der Landessprache französisch zu den historischen Ereignissen bis hin zu den Römern, die sich dort auch aufgehalten haben. Wir hörten vom landwirtschaftlichen Anbau von Getreide und Mais und von weit über 300 Sonnentagen im Jahr.
Das Anflugsziel seiner Reisegruppe war Agadir. Von dort wurde die Reise über die Küstenstraße nach Norden gestartet, um dann in einem Bogen über das Atlasgebirge zurück zum Ausgangspunkt Agadir zu gelangen. Dabei besuchten Sie die Städte Safi, El Jadida, Casablanca, Rabat, Meknes, Fes, Rissani, Merzouga, Marrakesch und den Ausgangspunkt Agadir. Auf dieser Rundreise bekamen wir schöne Eindrücke von dem Land zu sehen, angefangen von Olivenhängen, Dattelbäumen, Sandwüsten, Meerestränden, Gebirgslandschaften, Oasen, Ziegenherden, Kamele und Eselfuhrwerke. Die Städte glänzten mit riesigen Moscheen, reich verzierten Mosaikarbeiten und riesigen Minaretten und Torbögen.
Wir sahen die ehemalige römische Garnisonsstadt Volubilis und die Hl. Stadt Mulay Idriss. Von dieser Stadt wußte der Herr Pfarrer zu berichten, daß die Moslems nach dem 7maligem Besuch dieser Stadt nicht mehr den langen Weg nach Mekka machen mußten.
Das Höhepunkt des Vortrags war natürlich der abenteuerliche Ritt des Herrn Pfarrers auf einem Kamel, der aber nach ein paar Schritten schon wieder erledigt war, weil die nächsten Touristen bereits warteten und der Kameltreiber mit den Fototouristen ein lohnendes Geschäft witterte.
Nach der Marokkorundreise legte Pfarrer Josef Schmaißer noch Dias aus seinem priesterlichen Werdegang auf. Angefangen von Kinderbildern mit dem Bruder Hans bis hin zum 2. Weltkrieg, wo er als Kanonier eingesetzt war. Wir sahen die Bilder vom Gymnasium in Straubing, seinen Bergwanderungen, und dann der großen Primiz in seinem Heimatdorf Oberharthausen.
Es war für alle Gäste wieder ein sehr unterhaltsamer und informativer Abend, mit einem gut aufgelegten Parrer Josef Schmaißer. Da diese Vorträge immer sehr gut angenommen werden, würde es sich an und für sich anbieten, daß ein weiterer Abend folgen sollte. Da Herr Pfarrer Schmaißer ein weitgereister Mann ist, wird er sicher wieder ein neues Land den Oberharthausenern vorstellen können.
Die Dorfgemeinschaft bedankt sich recht herzlich beim Herrn Pfarrer für seinen Vortrag und freut sich schon auf einen weiteren humorvollen Vortrag.
An- und Abreise über Agadir
Die berühmte Stadt Casablanca mit dem 210 m hohem Minarett
Volubilis (römische Garnisonsstadt)
In der Antike war Volubilis eine wichtige römische Stadt am westlichen Rand des römischen Herrschaftsbereiches. Die Stadt wurde wahrscheinlich um 25 unter Juba II. gegründet, möglicherweise an der Stelle einer karthagischen Siedlung aus dem 3. Jahrhundert v. Chr., erste Siedlungsspuren reichen ins Neolithikum zurück Die Römer verloren Nordafrika im 5. Jahrhundert an die Vandalen. Volubilis wurde jedoch im Gegensatz zu vielen anderen Städten nicht aufgegeben .




Moulay Idriss (größtes Heiligtum in Marokko)
trägt den Namen des Sultans, der in Volubilis gestorben war und den dessen Anhänger am Djebel Zerhoun 792 beigesetzt hatten. Mit der Zeit verfiel Volubilis und seine Einwohner siedelten sich mehr und mehr um das Grab von Moulay Idriss I. an. Hier begann die heilig gewordene Stadt zu wachsen. Auch heute noch ist sie eines der wichtigsten Wallfahrtsziele Marokkos. Siebenmal hierhin pilgern „entspricht" einer Pilgerfahrt nach Mekka. Sie gehört zu den fünf heiligen Städte des Islam: Mekka, Medina, Jerusalem, Kairouan und eben Moulay Idriss.

Das Gerberviertel in Fes
Markt in Fes

Bab Semmarine in Fes

Das schöne Atlas Gebirge

Markt in Marrakesch

Schlangenbeschwörer in Marrakesch

Stadttor von Marrakesch

Gebisse werden nach Maß angefertigt, die Zähne kann man aussuchen

Der Herr Pfarrer versucht sich als Kamelreiter
Bilder der Primiz von Pfarrer Josef Schmaißer







Besucher des Vortrages




