
Vor ein paar Tagen fand in Oberharthausen das traditionelle Starkbierfest statt. Es wurde wieder zu einem großen Erfolg. Beste Verpflegung und beste Unterhaltung war an diesem Abend wieder garantiert. Die Familie Zellmer brachte mit ihren Vorführungen Leben in die Bude. Ludwig Zellmer kam als päpstlicher Abgesandter „Brunzius Luigi" aus Rom mit seinem Dollmetscher „Luca Rammazotti". In astreinem italienisch überbrachte er die päpstlichen Botschaften und Grüße an die Besucher:
Ein paar Ausschnitte:
Brunzius: Uli, Organizzatore grande e favoloso! Capo die Oberharthausen!
Luca übersetzt: Uli, du alter Wichtigmacher und Schmatzer.
Brunzius: Creatore nebuloso e confuso
Luca übersetzt: Du werst ma a so oana sa! Kimmert di net um jedn Scheißdreck!
Brunzius: (ärgerlich) Stier Hans...signor corrupto miserabile.....
Luca übersetzt: ( beschwichtigend) .. Stier Hans, du bist ein ehrlicher Mann, mach nur so weiter.
Brunzius: Saluti a Braun Francesco il trattore pilota più rapido e rasante del villaggio
Luca übersetzt: Nuntius Luigi meint, du sollst bitte schneller durchs Dorf fahren, damit du den Verkehr nicht so behinderst!
Im zweiten Teil sangen Ludwig und Erika Zellmer wieder ihre berühmt berüchtigten Gstanzl. Da blieb kein Auge trocken.
Hier die Strophen:
Grüaß euch Gott ihr liabn Leut,
jetzt machan mir zwoa uns bereit,
und fang ma amoi zum Singa o,
weils von euch koana ko!
Der Pater Franziskus hot a Auszeit gnumma,
des is ja jetzt modern.
Aber wenn´sn ihr a weng bearbeits
Könn man s´nächsts Jahr vielleicht wieder hörn.
Der Zellmer Mane hat an Stadl weggrissn,
iatz is mitm Stammtisch gar.
In de neue Halle kimmt a Wirtshaus ei´,
hoffentlich baut er des net z´kloa.
Im altn Stadl war de Lüftung super,
da war de Abgasnorm am neu´sten Stand.
Im neia Stüberl könnts problematisch werdn,
wenns alle kemman mitm Werta-Gwand.
Von der Wacker Soph, do gibt's nix Neus
die is so zaach, dass ma grod schaut.
Im April, do feierts 90 Jahr,
wenn s´es vorher net vom Stangl haut.
Oberharthausen hot jetzt a Salzbergwerk
Des gfreit des Dorf scho sehr
Aber z´Berlin drobn dans scho debattiern,
über a neues Atommüll-Endlager.
Mit unserem Dorf, da geht's jetzt steil bergauf,
mir werdn im ganzn Land bekannt.
Weils olle Kranken zu uns schickan,
zum Salz-Exclusiv, do kemmans grannt.
De oan, de ham a schlechte Haut,
de andern dene fehlts auf der Lung.
De nächstn san vom Stress geplagt,
wem nix fehlt, der wird wieder jung.
Drum war der Uli a scho im Landratsamt,
weil mir wolln a Heilbad jetzat sei.
Und der Aigner Sepp wickelt die Patienten dann
In eine Sauweiden-Schlamm-Packung ein.
Weil dass des helft, des is bewiesn,
do braucht ma sei Familie grad o´schaun.
De san olle rund und gsund,
sowohl de Manner als auch die Fraun.
In Pönning sans uns deswegn neidig
Wahrscheinlich glaubns net an den Schlamm vo dene Sau.
Denn warum sträubn sie sich denn so
Gega an Eiglsperger sein Schweinestall-Neubau.
Die Wimmer Hannelore, de a Sau ghabt hot,
die hat sich auch brüskiert.
Ihre Sau ham ja net gstunga,
ihre Sau warn wahrscheinlich parfümiert.
Ganz Pönning is scho rebellisch,
überlegn wia ma den Bau verhindern ko.
Ja, wos ihr bloß alle habts,
uns schmeckt des Saufleisch scho.
Des Kreuz von unserer Kirchturmspitzn,
is neu vergoldet wordn.
Jetzt siehgt ma von Weitem scho,
do san de bessern Leut dahoam.
Wenn unser Dorf a no so kloa is,
mir san trotzdem international.
Die Körffer Carola hot a Perserkatz,
aus Korea kimmt an Märkl Franz sei Schatz.
D` Zellmer Thekla hot an Italiener
Der Braun Franz hot mit de Poln zum Doa,
unser Geld des geht noch Griechenland,
uns zwoa kimmt des spanisch vor.
Der Gruber Matthias, der studiert,
z´ Darmstadt an der Universität.
Sei Schwester wird Apothekerin,
weil de is a garnet so bleed.
Die Büchner Buam studiern in Minga drobn
Leben mitanand in oana WG.
Ja des studiern in Minga drobn
Und des Leben in der WG is schee.
D `Christina, wos ihr Schwester is,
de hat des gleiche Zui
sie unterscheid se aber vo ihrm Bruada Stefan...
...sie schmatzt net gar so vui .
Die Danner Christina studiert in Weihenstefan
Sie gibt se recht vui Müah,
nachmittag, da muaß sie ackern,
auf d´Nacht zeitlt sie die Küah.
Die Oberharthausner Kinder san recht gscheit,
gengan in d´ Stadt eine in d ´Schui,
aber warum se´s Ministriern net merka könnan,
des versteh wer wui.
Bei de Landfraun rührt se allwei wos,
sie ladn zum Küachlbacha ei.
Aber dass´ dazua Pärr Gerda brauchan,
des miaßat doch net sei.
Der Aigner Johannes duat se schee frisiern,
er tuat se nimmer bloß am Samstag badn,
weil es könnt ja alle Tag passiern,
...de Heidi Klum is jetzt wieder zu haben.
Und sogar der Aigner Sepp, der hofft,
da brauchts garnet so lacha
der Heidi Klum, der wär a jeder recht,
er muaß ihr nur an Neger macha.
Wos gibt's denn hint im Auweg Neu´s
Wos is do aktuell?
An Becker Mane sei süibers Auto-Denkmal
Steht no immer auf der gleichn Stell.
Der Pater Albertus z´Perkam drobn,
predigt a Stund und no vui mehr.
Weil z´ Perkam de Leut recht dotschert san,
do fallt eahm des garnet schwer.
Baua dans grod wia d´Schildbürger,
d´ Kircha is z´grouß, do werdn d´ Leut z´ weng.
Die Kinderkrippn, die bauns z´ teuer
S´ Feuerwehrhäusl und Unterführungen bauns z´ eng.
Bei der Perkamer Feuerwehr hams an Atemschutz,
weils nach´m Starkbierfest meist stinkt.
Jetzt kaufans no a Wärmebild-Kamera,
dass ma de Bsuffan leichter findt.
Wenns in der Gmoa wos zu berichtn gibt,
macht des die Ammer Elisabeth.
Ihr Bericht ist immer positiv,
was Schlechts schreibt sie meist net.
Ganz anders geht's z´ Berlin drobn zua,
sogar vorm Bundespräsidenten macht do koana Halt.
Aber uns zwoa tät brennend interessiern,
wos der Stahl Hubert fürn Bürgermeister Ammer alles zahlt.
S´Ratschkatl hot a neie Hüftn kriagt,
ihr Mo, der Helmut hot scho lang a neie braucht.
Wos werdn de zwoa dahoam ois treibn,
dass eahna d´ Hüftn gar so staucht.
Bei uns do werdn de Harthauserer,
von de Kayerer getrennt.
Damit de Dumma aussa stechan
Und dass ma de Gscheitn glei erkennt.
Und wenn der Holler wieder blüht,
dann werdn meistns d´Henna müd,
und beim Gago und seinem Ehewei´
san de flottn Zeiten a scho längst vorbei.
Manche Leut, de san verheirat
Und führn Kriag beim Tog.
Der Schmidbauer vo Kay, der bleibt ledig,
weil er bei der Nacht net beim Feind liegn mog.
Vielleicht kriegen wir in Bayern
Wieder oamoi d´ Monarchie,
und an König Ludwig , den 3ten,
den machat dann i.










