
Schwester Zita (damals 81 Jahre) in Angola (Bild Wochenblatt)

Herr Fruhstorfer und Herr Lehner aus Pönning unterstützen tatkräftig Schwester Zita (Bild Wochenblatt)
Seit über 30 Jahren unterstützt die Pfarrei Perkam die Arbeit der Ordensschwester Zita in Angola. Die Missionsschwester vom Kloster der "Schwestern vom göttlichen Erlöser", im Volksmund auch "Niederbronner Schwestern" genannt, leistete jahrzehntelang in dem südwestafrikanischen Land in einer Missionsstation mühsame und unverzichtbare Aufbauarbeit. Seit Mai diesen Jahres befindet sich Schwester Zita wieder in ihrer bayerischen Heimat und wird aus Altersgründen auch nicht mehr nach Angola zurückkehren. Dennoch wird sie auch weiterhin die Spendentätigkeit koordinieren und den Kontakt nach Angola aufrechterhalten. Am Samstag besuchte die 83-Jährige mit ihrer Schwester Richtrude sowie Anni Spangler, die bereits dreimal auf der Missionsstation zu Besuch war, die Pfarrei Perkam.
Seit 1969 war Schwester Zita in Angola in verschiedenen Missionsstationen, Kinderheimen sowie in einem Priesterseminar tätig und erlebte hierbei zunächst den Befreiungskampf der ehemaligen Kolonie gegen Portugal sowie nach der Unabhängigkeit 1975 dann den 27 Jahre dauernden Bürgerkrieg der ehemaligen Rebellenorganisationen untereinander. Obwohl sie in dieser Zeit mehrfach Kriegsgräuel miterleben musste und 1979 sogar für acht Monate von Rebellen entführt wurde, ließ sie sich nie entmutigen, sondern ging unbeirrbar ihren Weg. Seit 2002 herrscht zwar Waffenstillstand in Angola, doch der Wiederaufbau schreitet nur langsam, wenn auch stetig voran. 2004 übernahm Schwester Zita die Aufgabe, im Dorf Cuando im Landesinneren eine 1970 von Misereor errichtete, aber seit dem Krieg in Ruinen liegende Missionsstation mit Krankenstation, Schule und Internat wiederaufzubauen. "Mir graust´s, hier anzufangen", schrieb sie damals nach den ersten Eindrücken nach Hause (Bericht Straubinger Tagblatt vom September 2012)
Auch die Dorfgemeinschaft Oberharthausen möchte zu Weihnachten dazu aufrufen, an die armen Menschen in Angola zu denken und die Arbeit der Schwester Zita mit einer Spende zu unterstützen.
Spendenkonto: Raiffeisenbank Straubing, Geshäftsstelle Perkam: BLZ 742 601 10;
Kontonummer: 626201

Zeitungsbericht (19.12.2012) von Elisabeth Ammer über Schwester Zita und ihre Erlebnisse in Angola:
Freude über den Frieden
Weihnachten in aller Welt: Schwester Zita verbrachte viele Weihnachtsfeste in Angola
Auch in Angola kommt am Heiligen Abend das Christkind, die Kirche wird geschmückt und ein Weihnachtsbaum wird mit verfügbarem Schmuck behängt, gibt Schwester Zita einen Einblick in die dortigen Weihnachtsbräuche. Dass die Bräuche ähnlich wie in Deutschland sind, liege aber sicherlich auch daran, dass europäische Missionare in diese Gebiete den christlichen Glauben getragen und einige Weihnachtsbräuche gleich mitgebracht hätten. Im Mittelpunkt von Weihnachten habe in ihrer Zeit als Missionsschwester immer das weihnachtliche Evangelium, das eigentliche Geheimnis dieses christlichen Festes, gestanden, betont Schwester Zita.
"Es werden sowohl am Heiligen Abend wie auch am nächsten Tag, Gottesdienste gefeiert." Für die musikalische Gestaltung sorgen die Menschen mit Trommeln und weiteren Musikinstrumenten, vor allem aber verleihen die Menschen in Tänzen ihrer Freude über die Geburt des göttlichen Kindes Ausdruck, erzählt Schwester Zita.
Allerdings habe der lange Krieg in Angola vieles verändert. "Während des Krieges fehlte es oft am nötigsten. Langsam bessert sich die Situation aber wieder, so dass sich die Menschen nicht nur gegenseitig ein schönes Weihnachtsfest wünschen, sondern jetzt auch wieder kleine Geschenke, insbesondere für die Kinder, möglich sind." Es sei wohl ein Allerweltsbrauch, sich an Weihnachten zu Ehren der Geburt von Jesus Christus etwas zu schenken, so die Schwester, die in diesem Jahr in der Schwesterngemeinschaft des Ordens der Schwestern des göttlichen Erlösers, der Niederbronner Schwestern, feiert. Nach 44 Jahren begeht Schwester Zita wieder in ihrer alten Heimat und gemeinsam mit ihrer leiblichen Schwester Richtrude das Weihnachtsfest.
Sterne gebastelt
Zu ihrer Zeit in Angola habe es im Kinderheim alljährlich einen Weihnachtsbaum gegeben, der oftmals auch ein wenig unkonventionell geschmückt worden sei. Sie habe mit den Kindern auch Sterne gebastelt, erinnert sich Schwester Zita. Und in der Kirche sei auch eine Krippe aufgestellt worden, allerdings bei weitem nicht so kostbar wie die Krippen, die es oft in Deutschland gebe. "Auch die Bescherung ist bei weitem nicht so üppig ausgefallen, wie das hierzulande der Fall ist." Die Menschen seien jetzt vor allem überglücklich, dass Frieden herrscht und dass sie sich an Weihnachten ein besseres Essen leisten können