Die Abordnungen der Vereine mit Vorstand Hans Stierstorfer und Herr Pfarrer Daschner bei der Heldenehrung
Am Sonntag, den 10.11.2024 feierte die KuSK Pönning-Oberharthausen-Metting den Heldengedenktag für die gefallenen Soldaten der Weltkriege. Pfarrer Markus Daschner zelebrierte in dem tief ergreifend geschmückten Altarraum die Heilige Messe. Drei Fahnenabordnungen neben dem Altar bezeugten ihren Respekt gegenüber den Gefallenen. Viele Vereinsmitglieder der KuSK Pönning-Oberharthausen-Metting, der FFW Pönning und der FFW Oberharthausen nahmen am Gottesdienst und der anschließenden Heldenehrung teil. Die vorzügliche Blaskapelle aus Metting, bei der selber auch Mitglieder bei der KuSK sind, ehrten die Gefallenen mit innigen Liedern.
Der 1. Vorstand Hans Stierstorfer legte einen Kranz nieder und trug seine wohlvorbereitete Rede vor:
Wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker. Wir gedenken der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren.
Wir gedanken derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, Teil einer Minderheit waren oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurden.
Wir gedenken derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben, und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten.
Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten und andere Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren.
Wir gedenken heute auch derer, die bei uns durch Hass und Gewalt Opfer geworden sind. Wir gedenken der Opfer von Terrorismus, Extremismus, Antisemitismus und Rassismus in unserem Land.
Wir trauern mit allen, die Leid tragen um die Toten und teilen ihren Schmerz.
Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.
Zum Gedenken an unsere vermissten und gefallenen Kameraden lege ich dieses Kranzgebinde nieder.
Achtung senkt die Fahnen.
Die Landjugend Pönning war auch in den Ablauf der Ehrung eingebunden. Sie verlasen die verstorbenen und gefallenen Soldaten der Weltkriege der drei Dörfer. Es ist ein schönes Zeichen gerade in unserer unruhigen und aufgewühlten Zeit, dass auch die Jugend aktiv an dieser Ehrung der Gefallenen teilnimmt. So wird ihnen am Kriegerdenkmal vor Augen geführt wird, welch unsägliches Leid Kriege und Verfolgungen mit sich bringen.
Viele Kirchenbesucher waren heute versammelt, um derjenigen zu gedenken, die ihr Leben für unser Land und unsere Gemeinschaft geopfert haben. Es ist ein trauriger Anlass, doch zugleich auch eine Gelegenheit, unseren Respekt und unsere Dankbarkeit auszudrücken. Jeder von uns hat seine eigene Beziehung zu den Gefallenen. Manche von uns haben Angehörige, Freunde oder Bekannte verloren, während andere allein durch die Erzählungen und die Erinnerung an jene, die nicht zurückkehrten, betroffen sind. Diese Verluste sind nicht nur individuelle Tragödien, sondern auch kollektive Wunden, die unser ganzes Volk betreffen.
In jedem Namen, der heute verlesen wurde, liegt eine Geschichte — Geschichten von Mut, Hingabe und unermüdlichem Einsatz für das Wohl anderer. Diese Menschen haben oft unter schwersten Bedingungen gedient, sich unermüdlich eingesetzt und letztendlich das höchste Opfer gebracht. Ihre Opferbereitschaft erinnert uns daran, dass Freiheit und Frieden nicht selbstverständlich sind, sondern hart erkämpft werden müssen.
Wir sind hier am Kriegerdenkmal, um zu sagen: Wir vergessen nicht. Wir werden die Erinnerungen an ihre Taten und ihr Engagement lebendig halten. Es ist unsere Pflicht, die Werte zu verteidigen, für die sie gekämpft haben, und so ihre Andenken in Ehren zu halten. Die Freiheit, die wir genießen, verdanken wir ihrem Mut und ihrer Entschlossenheit.
Lasst uns aber nicht nur trauern, sondern auch feiern — das Leben der Gefallenen und den Einfluss, den sie auf unsere Gesellschaft haben. Mögen wir sie als Vorbilder betrachten und uns stets ihrer Opfer bewusst sein.
In tiefer Dankbarkeit blicken wir auf all jene, die für uns gefallen sind. Möge ihr Andenken stets in unseren Herzen weiterleben. Lasst uns gemeinsam für Frieden und Einheit eintreten, damit ihr Opfer nicht umsonst war.
Danke allen, die zum Gelingen dieser respektvollen und gelungenen Ehrung beigetragen haben. Danke an Herrn Pfarrer Markus Daschner für die Hl. Messe, der Kirchenverwaltung Pönning, der Mesnerin Monika Schlecht für den würdigen Heldenaltar, der Landjugend Pönning für ihren Beitrag, 1. Vorstand Hans Stierstorfer für die ansprechende Rede und Organisation, allen Vereinen und den übrigen Kirchenbesuchern für die freundliche Teilnahme und Franz Pömmerl für die Bilder von der Hl. Messe.



Bild von Monika Schlecht mit der Kirche Pönning und Bischof Rudolf Vorderholzer
Ergreifender Heldenaltar

unter der Woche wurden die Fahnen von Deutschland und Bayern aufgezogen