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Am 5. November wurde in Oberharthausen die Gefallenenehrung (Volkstrauertag) durchgeführt. Dazu hatten sich die Kameraden der KuSK Pönning-Metting-Oberharthausen eingefunden. Auch die FFW Oberharthausen war mit einer Fahnenabordnung zu diesem Ehrentag angetreten. 
Pfarrer Markus Daschner segnete während des Gottesdienstes das Ehrenmal für die Verstorbenen des 1. Weltkrieges, das in der Filialkirche als schönes Mosaik im hinteren Teil der Kirche angebracht ist. Heuer vor genau 100 Jahren ehrten die Oberharthausener damit ihre Gefallenen des 1. Weltkrieges. 

Segnung der Gefallen an der Gedenktafel

Pfarrer Markus Daschner segnet das Ehrenmal in der Kirche

 

Kriegerdenkmal OH innen

Ehrenmal in der Kirche für die Gefallenen und Vermissten des 1. Weltkrieges,

dass heuer vor 100 Jahren errichtet und eingeweiht worden ist.

 

 

Nach dem Gottesdienst nahmen die Verein zum Gedenken Aufstellung am Kriegerdenkmal im Friedhof. Pfarrr Markus gedachte in den Fürbitten der Verstorbenen und segnete das Kriegerdenkmal mit Weihwasser und Weihrauch.

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Danach hielt der Vorstand der KuSK, Hans Stierstorfer, seine Ansprache:

In Deutschland ist der Volkstrauertag ein bundesweiter Gedenktag für die Kriegstoten und Opfer von Gewaltherrschaft auf der ganzen Welt. Seine Inhalte sind allerdings gesetzlich nicht festgelegt, so dass sich der Fokus bei den Feierlichkeiten über die Jahre immer wieder verlagert hat. In der heutigen Zeit wird allgemein der Opfern von Krieg , Gewaltherrschaft , Terror gedacht und auch verstärkt auf aktuelle Entwicklungen Bezug genommen. Anders noch in den fünfziger bis in den achziger Jahren. In dieser Zeit wurde vor allem um die deutschen Soldaten getrauert. Später rückten die  Opfer des Nationalsozialismus in den Mittelpunkt. Zum Volkstrauertag gedenken die Menschen der Kriegsopfer. Neben der Trauer soll der Volkstrauertag aber auch ein Symbol für Frieden und Versöhnung sein. Der Volkstrauertag wird seit gut 100 Jahren gefeiert. Eingeführt wurde er erstmalig durch den Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge zum Gedenken an die vielen Millionen Opfer des 1. Weltkriegs. Rund 9,4 Millionen Menschen starben damals über die Jahre auf den Schlachtfeldern. Eine ganze Generation junger Männer wurde ausgelöscht. Die erste offizielle Feierstunde zum Volkstrauertag fand 1922 im deutschen Reichstag in Berlin statt. Von Beginn an war der Tag als Gedenktag gedacht. 1934 jedoch machten die Nazis den Volkstrauertag dann zum Heldengedenktag, legten ihn auf den 2. Fastensonntag und einen Staatsfeiertag, gestaltet von der NSDAP und Wehrmacht. 5 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges führte der Volksbund für Kriegsgräberfürsorge den Volkstrauertag als Gedenktag für die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft wieder ein. Seit den 1950er Jahren wird der Volkstrauertag in der Bundesrepublik und seit Anfang der 1990er Jahren auch in den Neuen Bundesländern wieder als Trauertag begangen.

 

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Nach seiner Rede verlasen die Feuerwehrkameraden Korbinian Nagl und Stefan Aigner die Namen der gefallenen und vermissten Soldaten aus den beiden Weltkriegen.

 

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Zwei Kameraden der KuSK aus Pönning legten nun einen Kranz der Stadt Geiselhöring für die gefallenen Soldaten nieder.

 

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Danach gab der Vorsitzende das Kommando zum Senken der Fahnen. Mit einem schönen Trompetensolo vom "Guten Kameraden" wurde den verstorbenen Kameraden in würdiger Art und Weise gedacht.

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Mit gesenkten Fahnen und in Hab- Acht- Stellung wird mit dem "Guten Kameraden"

der gefallenen und Vermissten beider Weltkriege gedacht.

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Mit zwei Strophen von "Segne du Maria" wurde dann dieser Gefallenengedenktag beendet.

 

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Die beiden Fahnenjunker Martin Pömmerl und Johannes Aigner vor dem Kriegerdenkmal

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Die Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr von Oberharthausen

 

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Die Kameraden der KuSK Pönning - Metting - Oberharthausen 

 

 

 

Trompetensolo vom Guten Kameraden 

(video anklicken)

 

Schade, dass die  Landjugend Oberharthausen mit ihrer neuen Fahne nicht an dieser Ehrung teilgenommen hat. Die gefallenen Soldaten hatten auch ihr Alter, und mussten in den Krieg ziehen. Hier wäre eine zukünftige Teilnahme ein Zeichen der Empathie und derTrauer für die verstorbenen jungen Soldaten.

Die Kriege haben nie aufgehört. Irgendwo ist immer Krieg, immer wieder gibt es neues Leid, immer wieder neue Tote. Seit Kain den Abel erschlagen hat, ziehen sich die Kriege  und das Morden über die Jahrtausende. Despoten und Diktatoren überfallen Länder, schwächere Länder können sich dieser Gewalt nur schwer erwehren. Schwer zu ertragen sind die Greueltaten der Russen und der Hamas in den derzeitigen Kriegen. Leid, Zerstörung wird nicht nur über die Soldaten, sondern auch über die Zivilisten gebracht. Männer werden zu Soldaten gemacht und auf beiden Seiten in den Krieg geschickt. Sie sterben immer noch für ihr jeweiliges Vaterland, so wie es unsere Gefallenen der drei Dörfer Pönning, Metting und Oberharthausen getan haben. Sie waren und sind die Marionetten, die den Kopf hinhalten müssen.

Weltweit sind unsere deutschen Soldaten im Einsatz. Sie unterstützen humanitär vor Ort und schützen in den Ländern mit UN-Mandat die zivile Bevölkerung. Respekt allen Soldaten, die sich dieser Aufgabe stellen und für den Frieden ihren Dienst verrichten. Und im Gegensatz dazu finden sich jetzt vermehrt verblendete Menschen, die johlend die NS-Zeiten mit Sprüchen und Hitlergruß herbeisehnen. Das Wahlverhalten hin zu rechtsextremen Parteien, so wie der AfD, nimmt stetig zu. Sie untergraben die Demokratie, und wollen einen Umsturz. Sie wollen einen Ausstieg aus der EU und der NATO und hofieren die Diktatoren Putin und Xi Ping. Mit ihrem Verhalten spucken sie auf die Gräber unserer gefallenen Soldaten!

Trotz dieser vielen Toten, die es heute überall auf der Welt durch die Kriege gibt, wollen wir hier unsere gefallenen und vermissten Soldaten von damals in den beiden Weltkriegen nicht vergessen. Die Namen der Gefallenen stehen immer noch als Mahnung auf den Denkmälern eingemeißelt. Sie zeigen den großen Blutzoll der Dörfer. Sie waren auch jung, wollten ein friedvolles Leben in der Heimat, wollten ihre Felder bestellen, eine Familie gründen und fanden doch den Tod auf dem Schlachtfeld. Fern der Heimat liegen sie irgendwo verscharrt oder auf einem Soldatenfriedhof. Doch wir werden sie ehren, als wenn sie bei uns auf dem Friedhof begraben wären. Die Kriegerdenkmäler sind der Ort, der für sie zum Trauern von den Gemeinden geschaffen wurde. Hier bekommen sie jährlich die Ehre, die sie am Schlachtfeld nicht erfahren durften. Die überaus wichtige und unentbehrliche Krieger- und Soldatenkameradschaft wird stets trauernde und ehrende Worte für die gefallenen Kameraden finden, so wie sie es verdient haben.

Mögen die Politiker ein Geschick in den Verhandlungen haben, damit es zu der Einstellung dieser Kampfhandlungen kommen kann. Möge der Herrgott unsere Soldaten in ihrem Einsatz beschützen und den Kriegsparteien auf der Welt die Einsicht geben, dass nur Frieden die einzig wahre Form des Zusammenleben ist, damit es nicht immer wieder neue Kriegerdenkmäler und Soldatenfriedhöfe geben muss!

Liebe Kameraden, ruhet in Frieden!

 


 

Die Toten der drei Dörfer mahnen uns immer alles für den Frieden zu tun.

 

Oberharthausen

 

Die Gefallenen des 1. Weltkrieges
                 

(1914 – 1918)

Semmelbauer Ludwig

+ 16.05.1915 Frankreich

Zellmer Xaver

+ 27.06.1916 Frankreich

Weber Vinzenz

+ 01.07.1916 Frankreich

Englberger Josef

+ 09.07.1916 Frankreich

Englberger Sebastian

+ 05.08.1916 Sibirien

Gürster Josef

+ 19.04.1917 Frankreich

Wild Georg

+ 08.05.1917 Frankreich

Bogenberger Johann

+ 28.06.1917 Frankreich

Sax Jakob

+ 16.07.1917 Galizien

Späth Friedrich

+ 29.07.1918 Frankreich

Späth Ludwig

vermisst 23.09.1914 Frankreich

Späth Josef 

vermisst 29.09.1918 Frankreich

 

Die Gefallenen des 2. Weltkrieges

(1939 – 1945)

 Semmelbauer Jakob

+ 22.08.1938 Deutschland 

Semmelbauer Georg

 + 07.09.1942 Rußland

 Gruber Karl  

  + 22.09.1941 Rußland

 Gruber Josef    

 + 20.04.1943 Rußland

 Gruber Matthias

 + 09.11.1944 Rußland

 Lachenschmidt Franz

 + 13.09.1943 Rußland

 Rothammer Ludwig 

 + 17.12.1943 Rußland

 Aigner Johann    

 + 12.10.1944 Deutschland

Schütz Johann  

+ 07.02.1945 Italien

Fesselt Wilhelm

+ 23.03.1945 Österreich

Rienmüller Rudolf  

vermisst 03.01.1943 Italien

Luger Max

vermisst März 1945 Ostpreußen

Krinner Josef     

vermisst 15.02.1945 Jugoslawien

Gürster Michael    

+ 05.02.1945 Oberharthausen Bombenangriff

Gürster Ottilie

+ 05.02.1945 Oberharthausen Bombenangriff

Aigner Ludwig  

+ 05.02.1945 Oberharthausen Bombenangriff

 

 


 

Pönning

 

              Die Gefallenen des 1. Weltkrieges                 
(1914 – 1918)

Eiglsperger, Josef  

+ 2.8.15 Russland

 Fuchs, Ludwig    

 + 20.6.15 Galizien

 Hopfner, Ludwig   

 + 30.9.16 Frankreich

 Hopfner, Hermann    

  + 29.7.15 Flandern

 Hopfner, Ferdinand   

 + 27.1.16 Frankreich

 Kieninger, Ludwig 

  + 17.9.16 Flandern

 Roßmeier, Johann  

 + 14.3.16 Frankreich

 Bücherl, Michael

 vermisst + 24.9.16 Frankreich

Fuchs, Johann     

 vermisst + 4.9.16 Frankreich

Die Gefallenen des 2. Weltkrieges
(1939 – 1945)

Herrmann, Max      

 + 30.1.42 Russland 

Knauerhase, Gerhard 

  + 19.7.43 Russland

Nissl, Karl   

  gefallen durch Fliegerangriff + 4.10.44 Duisburg

Gerstberger, Hermann

 + ?.1.41 Russland

Peschke, Bruno     

 + 24.6.41 Russland

Buchner, Sigmund 

 + 1.1.46 gestorben in russischer Gefangenschaft

Geiger, Hubert       

 + 4.10.41 Russland

Hambauer, Xaver

 + 13.9.43 Italien

Heinrich, Mathias

   + 21.3.44 Russland

Hierl, Ludwig   

 + 22.1.44 Russland

Kieninger, Alois    

 + 2.9.41 Russland

Krempl, Xaver  

 + 17.1.44 Russland

Leiderer, Ludwig

  + 1.10.44 Griechenland

Mayer, Alfons    

 + 4.2.44 Russland

Nissl, Karl     

  + April 45 Tschechien

Weyer, Franz  

 + 28.3.44 Russland

Ammer, Ludwig vermißt  

 + 1942 Russland

Heinrich, Josef vermißtv

  + Sept. 44 Albanien

Hierlmeyer, Xaver vermißt  

    + 22.8.44 Rumänien

Hintereder, Alfons vermißt  

 + 24.12.41 Russland

Schneider, Georg   

  + Januar 45 Russland

 


Metting

 

                   Die Gefallenen des 1. Weltkrieges                 
(1914 – 1918)

 Rödl, Georg 

 + 10.10.1914 gefallen, 21 Jahre, 1. Feldpionier Kompanie

 Rödl, Josef 

 + 12.04.1918 gefallen, 22 Jahre, 20. Inf.  Reg., 1. Kompanie

 Rödl,  Karl    

 + 06.02.1920 gestorben 21. Jahre, 10. Res. Inf. Reg, 7. Kompanie

 Botzler, Franz X

 + 31.08.1914 gefallen, 21 Jahre, 11. Inf.  Regiment

 Geier, Johann  

 + 09.05.1915 gefallen, 31 jahre, 16. Res. Inf. Reg.

 Wurm, Ludwig 

 + 09.05.1915 gefallen, 31 jahre, 16. Res. Inf. Reg.

 Zierl, Alois    

 + 25.10.1916 gefallen, 20 Jahre, 13. Res. Inf. Reg. Von Kornbach

 Schreyer, Xav.

 + 21.02.1917 gefallen, 22 Jahre, 11. Inf. Reg., 12. Kompanie

Wild, Georg  

+ 05.11.1914 gefallen, 24 Jahre, 10. Inf. Reg.

Lermer, Ludw. 

+ April 1915   gefallen, 23 Jahre, 10. Res. Inf. Reg.  von Großklöpfach

Steinberger Jo.

+ 13.07.1916 gefallen, 21 Jahre, 13. Inf. Reg. aus Saulbach

Grundner Xav. 

+ 21.02.1914 gefallen, 24 Jahre, Unteroffizier 2. Inf. Reg.

Kerscher Ant.

+ 09.05.1915 vermisst, 28 Jahre, 16. Res. Inf. Reg.

Bauer Sigmund

+ 1918          vermisst, 20 Jahre, 13. Res.  Inf. Reg.   

 

Die Gefallenen des 2. Weltkrieges

(1939 – 1945)

 Greschl, Alfons 

 gefallen  + 09.08.1941 in  Russland, Gefreiter, 29 Jahre

Urlberger, Albert

 gefallen  + 19.02.1942 in Russland, Flieger, 21 Jahre

 Buchecker, Otto

 gefallen  +17.07.1943 in Russland, Gefreiter, 21 Jahre

 Holzleitner, Albert

 gestorben   + 20.03.1943 in Prag, Soldat, 19 Jahre

 Holzleitner, Alois

 gefallen   + 13.02.1944 in Russland, Obergefreiter, 24 Jahre

 Holzleitner, Johann

  gefallen  +17.12.1944 in Ostpreußen, Gefreiter, 34 Jahre

 Lehner, Franz

 gefallen   +07.12.1944 in Ungarn, Gefreiter, 33 Jahre

 Huber, Hans

 gefallen  +17.12.1944 in Italien, Priester, 32 Jahre

Mühldorfer, Walter

 gefallen    +25.12.1944 in Belgien, Soldat, 19 Jahre

Mühldorfer, Alfred 

gestorben  +05.10.1945 in Russland, Obergefreiter, 26 Jahre

Steinberger, Ernst

gefallen     +13.03.1945 in Danzig, Gefreiter, 21 Jahre

Botzler, Josef

gefallen     +12.05.1945 in Württemberg, Gefreiter, 20 Jahre

Schuirer, Johann

gefallen     +19.07.1945 in Italien, Obergefreiter, 38 Jahre

Ammer, Jakob

gefallen     +01.06.1944 in Frankreich, Obergefreiter, 18 Jahre

Artmann, Johann 

vermisst   +14.08.1943 in Russland, Obergefreiter, 21 Jahre

Schütz, Michael   

vermisst   +26.12.1943 in Russland, Gefreiter, 34 Jahre

Wurm, Siegfried  

vermisst   +Febr.  1945 in Westpreußen, Gefreiter, 19 Jahre 

 

 

ich hatt einen Kameraden