Möchte Euch ein paar alte (ältere) Bilder von der Stadt Geiselhöring und vom Dorf Oberharthausen zeigen!
Es ist u. a. auch die Familie Thum zu sehen und Walter Tost, die jahrelang auf dem Gürsterhof gelebt und gearbeitet haben
Danke dafür, dass ich sie veröffentlichen darf!
Bilder vom alten Geiselhöring
Mitte des 19. Jahrhunderts zählte der Ort zehn Brauereien, von denen heute nur noch eine übrig geblieben ist. Schon 1859 erreichte, von München her kommend, die Eisenbahn Geiselhöring. Da sich hier die Strecke nach Straubing-Passau einerseits und Regensburg andererseits gabelte, wurde Geiselhöring für kurze Zeit zur wichtigsten Verkehrsdrehscheibe und zum Knotenpunkt des Bahnverkehrs zwischen Franken und der Oberpfalz im Norden sowie Oberbayern und Österreich im Süden. 1888 konnten 6886 Stück Hornvieh auf dem Geiselhöringer Marktplatz gezählt werden. Der letzte Markt wurde im Jahr 1977 aufgehoben. (Quelle: RegioWiki)

Viehmarkt Geiselhöring (1888 wurden 6886 Stück Vieh gezählt)

Marktstraße Geiselhöring
Volksbad Geiselhöring

Zu sehen ist das ursprüngliche Volksbad Geiselhöring.
Bis in die 60ger Jahre befand sich an der Regensburger Straße Richtung Nussermühle das Geiselhöringer Volksbad. Auf der Skizze ist der befestigte Uferstreifen mit dem Schwimmerbereich, das Nichtschwimmerbecken und daneben das Plantschbecken für die Kleinen zu sehen. Es war damals sogar ein Kiosk vor Ort. Für Frauen und Männer gab es Einzelumkleidekabinen. Für Mädchen und Buben waren ebenfalls Umkleideräume vorhanden.
1952 Stadterhebung von Geiselhöring
Bepflasterung des Stadtplatzes 1952

Die Stadt ist beflaggt und begrüßt die Gäste

Wilhelm Hoegner wird Ehrenbürger
Wilhelm Hoegner (* 23. September 1887 in München; † 5. März 1980 ebenda) war ein deutscher Jurist, Richter, Hochschullehrerund Politiker SPD). Er war von 1945 bis 1946 und 1954 bis 1957 Bayerischer Ministerpräsident. Damit ist er der einzige Ministerpräsident Bayerns nach dem Zweiten Weltkrieg, der nicht der CSU angehörte. 1946, 1954 und 1958 trat er als Spitzenkandidat seiner Partei zu den bayerischen Landtagswahlen an.[1] Zur Zeit seines Schweizer Exils erarbeitete er einen Verfassungsentwurf, der wesentlich in die heutige Verfassung des Freistaates Bayern eingegangen ist; er gilt darum als „Vater der bayerischen Verfassung“. (Quelle: wikipedia)

Urkunde Stadterhebung

Festakt Stadterhebung mit Ministerpräsident Hoegner und Bürgermeister Frank

Festakt Stadterhebung

Umzug Stadterhebung

Festzug mit Wagen

Stadtkapelle mit Kapellmeister Egid Geith

Festzug mit Kapelle und Festdamen
Festzug mit Festdamen

Schneewittchen Lydia Sichelstiel

Plenninger
(Quelle: Bilder Stadtarchiv Geiselhöring - 60 Jahrfeier Geiselhöring 2012)
1987 wird das Jubiläum „700 Jahre Marktrechte“ in Geiselhöring groß gefeiert.
Schirmherr ist Staatsminister Alfred Dick. Mit einem Festabend, einem großen historischen Festzug mit rund 1200 Mitwirkenden sowie einer archäologischen Ausstellung im Bürgerhaus werden die Feierlichkeiten begangen. Der Ortsteil Oberharthausen nahm mit einem "Kammertwagen" daran teil.


Auch der Ortsteil Oberharthausen beteiligte sich am Umzug mit einem „Kammertwagen“. Uli Aigner machte darauf den Hochzeitslader und Stadler Wick spielte auf dem Wagen mit der „Quetschn“ auf. Als Braut saß Claudia Hölzl auf dem Kammertwagen. Den Wagen fuhr Xaver Mayer junior mit dem Deutz von Xaver Märkl. Als besonderes Spektakel führte Gerhard Braun junior eine Kuh den ganzen Umzug mit. Dazu hatte er schon ein paar Wochen mit der Kuh im Dorf geübt, damit sie auch die Strapazen ausgehalten hat.
Auch im Dorf zogen Uli Aigner und Stadler Wick vorab eine Runde, und spielten zum Vergnügen der Leute auf.














(Bilder von Mia Sax und Resi Weiß)
Familie Gürster und Familie Thum

von links: Herbert Thum, Mutter Frau Anna Thum, Walter Tost (Mitarbeiter am Hof), Fanny (Dienstmagd), Michael Gürster,
Edeltraud Thum (Frau von Herbert Thum), Maria Gürster (Lehrerin)
sitzend von links: Oma Walburga Gürster, Mädchen Maria Gürster, Frau Therese Gürster, Angela Gürster)
(Bild Angela Büchner)
Die Familie Thum kam im März 1945 nach Oberharthausen. Sie stammten aus Socrau in Schlesien ( bei Breslau) und waren Heimatvertriebene. Der Vater war noch in Gefangenschaft und kehrte erst 1947 zurück. Zuerst waren Frau Anna Thum, Sohn Herbert und die Tochter einer Tante (Christa) bei der Familie Sax in einem Zimmer einquartiert. Als am 28. April die Amerikaner ins Dorf kamen, machte Frau Thum für die Soldaten Eier. Frau Sax erzählte, dass die Soldaten der Reihe nach zum Essen kamen, und Frau Thum kochte ohne Scheu was sie nur konnte. Als das Schmalz ausging, brachte ihr ein Amerikaner wieder einen vollen Topf, den er aus irgend einem Hof stibitzt hatte. Ein anderer Amerikaner hatte wieder einen Korb Eier organisiert. Auf dem Küchentisch saß ein dunkelhäutiger Soldat, der in der Hand ein großes Bündel deutsches Geld hatte. Das zählte er immer wieder und lachte dabei diebisch. Das Essen scheint ihnen recht geschmeckt zu haben, denn sie zogen wieder friedlich ab.
Der Vater arbeitete nach 1947 als Schlosser beim Haller in Pönning. Wick Stadler erzählte, dass er den Buben von Oberharthausen immer die Schlittschuhe schliff, damit sie dann wieder schön im Zellmerweiher fahren konnten. Er war ein Tüftler und fertigte damals schon die Anhänger an, teilweise mit Fliegerreifen. Er starb 1953 mit 49 Jahren schon früh.
Die Familie Thumm zog zu der Familie Gürster. Die Mutter half am Hof mit wo sie nur konnte. Der Sohn Herbert begann 1951 eine Lehre bei der Firma Novakust. 1961 heiratete er und zog nach Straubing, wo er sich 1971 ein eigenes Haus baute. Die Mutter verstarb 1964.

Michael Gürster, Anna Thum und Maria Gürster
(Bild Angela Büchner)

Anna Thum, Sohn Herbert und Frau Edeltraud zu Weihnachten
(Bild Angela Büchner)
Walter Tost als Arbeiter bei Familie Gürster

Walter Tost war jahrelang bei der Familie Gürster und bei
anderen Bauern im Dorf als Arbeiter beschäftigt.
(Bild von Angela Büchner)
Walter Tost soll aus einer reichen deutschen Familie gestammt haben (Aussage Sepp Danner), die ihn aber abgegeben hatten. So war er im Bezirkskrankenhaus Mainkofen einquartiert. Dort arbeitete der Bruder von Alfons Späth senior, Gottfried Späth, als Aufseher. Er sah, dass der Walter ein zuverlässiger Mann war, der zwar geistig etwas zurückgeblieben war, aber ein guter Arbeiter war. So nahm er ihn mit auf Oberharthausen. Sein Vorstand wurde dann Alfons Späth.
Walter arbeitete fleißig bei den Bauern in der Ahrn mit, wer ihn eben brauchen konnte. So bekam er ein wenig Lohn und konnte sich seine Zigaretten kaufen oder abends eine oder zwei Halbe in der "Hall" oder beim Gasthaus Wacker trinken. So manche Frauen, bei denen er am Hof arbeitete, steckten Walter ab und zu etwas zu, sei es Krapfen oder eine Knackwurst. Er war ein lustiger Geselle, machte seine Arbeit und nie Ärger. Es haperte nur mit der Sprache ein wenig. Walter war 1927 geboren und blieb von 1962 bis 1988 als fleißger Helfer am Gürsterhof. Hier hatte er seine Wohnung und sein festes Auskommen. Hier bekam er auch die Wäsche und Kleidung, die er benötigte. 1988 ging er in Rente und lebte noch ein paar Jahre bei den Barmherzigen Brüdern in Straubing.
Alte Bilder der Feuerwehr Oberharthausen von Walter Mayerhofer
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| alte Feuerwehrspritze | Umzug mit Fahnen |

In Reih und Glied angetreten! Die Aufnahme dürfte beim Zellmerweiher gemacht worden sein
Auszeichnung durch Franz Hofmeister nach bestandener (silbernes Abzeichen 1982) |
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auch Walter Mayerhofer bekommt nach |
Silbernes Abzeichen 1982

Ehrung Karl Wild

Ehrung Xaver Märkl

Verabschiedung von Danner Sepp als Kommandant 1994

Wahl von Walter Mayerhofer als neuen Kommandanten

1996 FFW gratuliert Johann Schießl zum 90. Geburtstag
1960 Melkkurs im Gasthaus Wacker

1960 wurde im Gasthaus Wacker ein Melkkurs abgehalten (Melkstuhl in der Mitte)
1. Reihe von links: unbekannt, Rosa Danner, Melklehrer Fieder, Schweizerin bei Aigner, Heitzer Anna (geb. Wurm)
2. Reihe von links: Willi Märkl, unbekannt, Elfriede Stierstorfer Pönning, Gertraud Englberger (geb. Wild), Josef Eichmeier
3. Reihe von links: Albert Wild, Gerhard Braun, Richard Wild, Hans Weiß
(Quelle: Bild von Resi Weiß)
Bilder von der Familie Stautner
(Bilder von Isa Mayerhofer)

Großeltern Stautner aus Oberwalting. Der kleine blonde Bub in der Mitte vorne ist Ludwig Stautner senior;
seine Eltern Vater Josef Stautner ( letzte Reihe 4. von links) und Franziska ( letzte Reihe 1. von links) haben 1919
das Stautner Anwesen in Oberharthausen gekauft. Sohn Ludwig senior hat 1930 den Hof übernommen.

Hans und Ludwig Stautner senior beim Abbrechen des Stalles

1979 FFW Oberharthausen geht zum Patenbitten nach Pönning; Vorletzter rechts der Feuerwehr ist Hans Stautner,
im Hintergrund das Haus von Josef Schmaißer mit dem Weintraubenstock aus der Schweiz.
Die Jungen haben im Herbst immer die köstlichen blauen Trauben stibitzt.
Das Haus mit dem Grund hat Karl Wild gekauft, das Haus wurde abgerissen

von links: Ottilie Luger, vorne Fred und Hans Stautner, dann hinten Ludwig junior und
Elisabeth Stautner, Willi Märkl im Fasching

Ludwig und Maria Stautner

von links: Fred Stautner, Hans Stautner Wick Stautner
Erste Hilfe Kurs 1983 im Gasthaus Wacker


(Quelle: Bilder von Josef Lachenschmidt)
Landfrauenfasching 1978 im Gasthaus Wacker

von links: Aigner Gertraud, Martina Pömmer, Anna Zellmer

von links: Resi Wild, Resi Weiß, Kreszenz Gruber, Emma Schrock, Martina Pömmerl, Erika Wild

von links: Therese Becker, Kreszenz Gruber, Emmi Schrock, Martina Pömmerl, Rosa Danner, Gertraud Aigner, Anna Zellmer
vorne: Resi Wild und Anneliese Semmelbauer
(Quelle: Bilder von Anneliese Semmelbauer)
Bilder von der Hall

die "Hall" auf einer alten Postkarte

Quelle: Dorfchronik Josef Schmaißer)
Wie hier in dieser Niederschrift von 1929 zu lesen ist, war der Gemeinderat Oberharthausen sehr bemüht, dass die "Halle" nur an vertrauenswürdige Personen verpachtet wird. Sie wollten schon vorausschauend jeglichem Ärger, der evtl. mit Wirtsleuten mit schlechtem Benehmen oder Ruf, aus dem Weg gehen.



( Quelle: Niederschrift der Sitzungen des Gemeinderats Oberharthausen - Stadtarchiv Geiselhöring)

Kappenabend in der "Hall", links Seemann Hans Asch (Pönning), Musiker Stadler Wick,
Mann mit Rücken zu uns Hans Krinner ( Schneider und Gemeindediener)
(Bild Stadler Wick)

Anna Zellmer und Ludwig Hilmer ( Metzger Perkam) -
(Bild Stadler Wick)

Ludwig Hilmer ( Metzger Perkam) und Anna Zellmer
(Bild Stadler Wick)

2. Juli 1984 - letzter Tag auf der "Hall" - Fritz und Emma Schrock hören mit der Gastwirtschaft auf.
(Bild: Sebastian Luger)
Mit der Familie Schrock endet auch, analog der Gastwirtschaft Wacker, ein 100 jähriger Wirtshausbetrieb. Die "Hall" war bekannt und beliebter Anlaufpunkt für die Viehhändler. Hier wurden Geschäfte mit den Bauern abgeschlossen. In der "Hall" wurden auch Faschingsfeiern abgehalten, bei denen der Dorfmusiker Wick Stadler allein oder mit seiner Band augfspielte. Da die Wirtsleute sich sehr bemühten, war in der "Hall" immer was los. Bei den früheren Gastwirtsleuten Muggenthaler war auch noch eine Kegelbahn in Betrieb. Auch die Nähe zur Kirche brachte sonntags die Männer reihenweise in das Wirtshaus, so dass der Frühschoppen immer brechend voll war. Es wurde in der "Hall" viel Karten gespielt. Auch die Pönninger Männer ( Danhauser, Krempl, Petzenhauser) mischten sich unter die Dorfmänner ( Zellmer Luk, Grollhof Alois, Zach Jakob, Gürster Michael, Hans Weiß, Aigner Sepp) zum "Watten" oder zum "Schafkopf". Auch die Jungen spielten fleißig Karten. Es waren auch die Wirtsbuben Sigi, Rudi und Helmut Schrock schon im spielfähigen Alter, so dass hier mit Aigner Sepp junior, Franz Pömmerl, Hans Senft, Grollhof Hans und Alois junior, Zellmer Luk junior, Sepp Sax usw. schöne Spieltische zusammen kamen. Hier wurde dann auch das erste Mal "17 und 4" gespielt, bei dem auch der Pönninger Stierstorfer Luk ( sein Spitzname: "Satt") gerne mitspielte.
Diese Wirtshhaus- und Kartenspielkultur ist mit dem Ende der Wirtshäuser abhanden gekommen. Gelegentliche Schaftkopfrunden im Gemeinschaftshaus halten diese alte Tradition noch am Leben.

